Austrocactus kaufen?

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Herkunft und Lebensraum: Austrocactus gracilis kommt hauptsächlich in den Provinzen Neuquen und Rio Negro im Süden Argentiniens vor.
Habitat und Ökologie: Diese Art ist relativ häufig in trockenen Gebieten zu finden.
Höhenunterschied: Etwa 500-1.100 Meter über dem Meeresspiegel.

Beschreibung: Austrocactus gracilis ist eines von mehreren Synonymen des extrem variablen Austrocactus bertinii, die eine große Anzahl von Formen aufweisen, die in dem riesigen Verbreitungsgebiet vorkommen. Diese verschiedenen Formen unterscheiden sich vor allem durch das Vorhandensein von Hakendornen und die Größe der Stämme, aber alle zeigen eine kontinuierliche Variation, so dass es äußerst schwierig ist, die Grenze von einer Art zur anderen festzulegen. Die so genannte “gracilis” hat dünnere Stängel von nur 1-2 cm Durchmesser, meist gerade schwarze oder stumpf lohfarben-graue Mitteldornen, hellere Radiale und lachsrosa oder blassgelb gefärbte Blüten mit einem rosaroten Schimmer. Es wurden auch einige schöne Formen mit weißen, creme-gelben oder rötlichen Stacheln registriert. Alle diese Pflanzen müssen besser als Austrocactus bertinii klassifiziert werden.
Wuchsform: Diese Pflanze bildet eine niedrige Säule aus geraden oder hakenförmigen Stacheln, einfach oder am Grund verzweigt, mit mehreren Stängeln.
Stängel: 20-30(-50) cm hoch und 1-2 cm im Durchmesser (2-8 cm bei Austrocactus bertinii), dunkelolivgrün, schlank zylindrisch bis zylindrisch
Rippen: Bis zu 12 hervorstehende und tuberkulöse Rippen.
Areolen: Kreisförmig gelblich-filzig im Abstand von etwa 1 cm.
Zentrale Stacheln: 1 bis 4, oft gerade, aber auch etwas gewölbt oder hakenförmig, stämmig, der untere und längste etwa 3-4 cm lang, weiß, creme-gelb, gelbbraun, rötlich, tanninbraun bis fast schwarz. Ältere Stacheln sind grau und bieten eine wirksame Tarnung im Lebensraum.
Radiale Stacheln: 6-10 helle, bis zu 1,5 cm lang.
Die Blüten: Tagaktiv, bis zu 10 cm Durchmesser und 6 cm lang, manchmal rosa oder gelblich mit etwas Violett, auf dem oberen Teil der Areolen in der Nähe der Pflanzenspitze. Zahlreiche Narbenlappen, rot oder violett. Staubblätter in zwei Serien, wobei die untere einen Ring um den Stil bildet. Röhre und Fruchtknoten sehr stachelig mit wolligen Haaren und Borsten.
Früchte: Nahezu trocken, kugelförmig, stachelig mit Wolle und Borsten, Blütenreste hartnäckig.
Samen: Samen: Breit oval, abgeflacht.

Kultivierung und Vermehrung: Austrocactus gracilis (=Austrocactus bertinii) sind relativ einfach zu züchten, vorausgesetzt, sie werden kalt, aber im Herbst und Winter trocken gehalten. Es ist jedoch schwierig, qualitativ hochwertige Pflanzen dieser Art im Anbau zu finden. Sie sind sehr kältebeständige Kakteen, die theoretisch bis -18°C (oder mehr), insbesondere bei Trockenheit, winterhart sind. Diese Kakteen werden oft veredelt angebaut. Pflanzen, die im Freien kultiviert werden, sind trockenheitstolerant und brauchen volle Sonne. Sie sind wunderbare Begleitpflanzen für Echinocereus- und Escobaria-Kakteenarten.
Boden: Sie benötigen einen sehr gut dränierten, groben Mineralboden. Um Fäulnis zu verhindern, ist es auch ratsam, ihren Wurzelhals mit sehr grobem Sand oder Kies zu umgeben, dies hilft bei einer schnellen Wasserableitung und einer angemessenen Luftzirkulation.
Umtopfen: Umtopfen im Frühjahr, wenn die Wurzeln verkrampft sind. Im Allgemeinen sollte er alle zwei Jahre umgetopft werden, um frische Erde zu erhalten. Nach dem Umtopfen sollte eine Woche oder länger nicht gegossen werden.
Gießen: Sie wächst im Sommer ziemlich schnell, wenn sie mit reichlich Wasser versorgt wird, lässt aber vor dem erneuten Gießen gründlich trocknen. Während der winterlichen Ruhezeit muss sie strikt trocken gehalten werden, da sie sehr empfindlich auf Feuchtigkeitsüberschüsse reagiert.
Düngung: Während der schönen Jahreszeit ist es gut, den Boden mit einem kalium- und phosphorreichen, aber stickstoffarmen Dünger anzureichern, da dieses chemische Element die Entwicklung der Sukkulenten nicht fördert und sie zu weich und wasserreich macht.
Die Exposition: Es ist wichtig, dass man ihnen volle Sonne gibt, sonst werden sie untypisch. Wenn sie in voller Sonne wachsen, blüht das neue Wachstum im Frühjahr und Sommer. (leichter Schatten kann in den heißesten Sommertagen nützlich sein)
Frost-Toleranz: Sehr frosthart kann Temperaturen bis zu minus 18° C (oder weniger) vertragen. Bei der Überwinterung in der Kultur an einem kühlen Ort (bei -5/-10°C) ist dies sowohl für die Blüten als auch für die Gesundheit der Pflanzen wichtig. Ohne diese kühle Winterperiode bekommen sie normalerweise keine Knospen.
Hitzetoleranz: In wärmeren Klimazonen sollte sie vor übermäßiger Hitze und zu viel Sonne im Sommer geschützt werden, da sie nicht sehr hitzeverträglich ist.
Vermehrung: Säuglinge oder Samen. Entfernen Sie die Basissauger (falls vorhanden) im Frühjahr oder Sommer und lassen Sie die Stecklinge einige Tage trocknen, bevor Sie sie in den Kompost geben. Säen Sie die Samen im Frühjahr in einem gut durchlüfteten Kompost bei einer Temperatur von 22-24°C aus. Stellen Sie die Töpfe in Wasser, befeuchten Sie sie gründlich und lassen Sie sie abtropfen. Das Saatgut ausstreuen und leicht auf die Oberseite des Komposts drücken. Bedecken Sie die kleinen Samen aber nicht mit Kompost. Befestigen Sie einen Polyäthylenbeutel um den Topf oder decken Sie den Behälter mit Glas ab oder und stellen Sie ihn an einen warmen, schattigen Ort. Wenn möglich, keimen Sie in einem Vermehrungsgerät. Einige Sämlinge können innerhalb einer Woche erscheinen oder 10 Tage, andere brauchen länger. Bei niedrigeren Temperaturen dauert die Keimung in der Regel wesentlich länger. Sobald die Keimung stattgefunden hat, entfernen Sie nach und nach das Glas oder den Kunststoff und stellen Sie es in ein gutes Licht, aber nicht in die direkte Sonne. Wenn die jungen Pflanzen zu viel Sonne ausgesetzt sind oder der Kompost austrocknet, können sie aufhören zu wachsen und werden oft rot; wenn sie einmal aufgehört haben, ist es oft schwierig, sie zu überzeugen, wieder zu wachsen. Lassen Sie die Töpfe nie austrocknen – aber sättigen Sie sie auch nicht. Ein durchnässter Kompost ist genauso schädlich wie ein trockener. Wegen ihrer empfindlichen Wurzeln wird diese Art häufig veredelt, um Wurzelprobleme zu vermeiden.