Browningia kaufen?

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Herkunft und Lebensraum: Mantaro-Tal (zentrale Regionen von Apurímac, Ayacucho und Huancavelica), Süd-Peru. Die Individuen im südlichen Extrem des Verbreitungsgebiets (Valle de Cotahuasi) sind morphologisch unterschiedlich und können zu einer anderen Art (Browningia viridis) gehören, die derzeit als Synonym gilt.
Höhe: 1000-3000 Meter über dem Meeresspiegel.
Lebensraum und Ökologie: Browningia hertlingiana kommt an den Hängen der interandinen Täler in den Trockenwäldern der Anden vor. Sie ist reichlich vorhanden und hat eine relativ große Reichweite. Die landwirtschaftlichen Aktivitäten dehnen sich im Verbreitungsgebiet dieses Kaktus aus und führen zu einem Rückgang der Population. Die Subpopulationen an steilen Hängen sind vor diesen Auswirkungen sicher, da die Landwirtschaft dort nicht möglich ist. Obwohl ein gewisser Rückgang der Populationsgröße beobachtet wurde, werden diese Auswirkungen nicht als signifikant genug angesehen, um eine Einstufung in eine bedrohte Kategorie oder als nahezu bedroht zu rechtfertigen.

Beschreibung: Browningia hertlingiana, auch als “Blauer Cereus” bekannt, ist ein riesiger Säulenkaktus, der von Sammlern sehr begehrt ist, weil die juvenilen Exemplare eine schöne blaue, frostige Bedeckung haben. Er ist einer der wenigen wirklich blauen Kakteen.
Wuchsform: Es handelt sich um eine mehrjährige, baumartige, stengelförmige Sukkulente mit säulenförmigen, wenig verzweigten Stämmen, die unter günstigen Bedingungen die Endhöhe von 8 m und eine Ausbreitung von 4 m erreichen kann.
Stämme: Ungeteilter, etwa 1 m hoher Stamm, aus dem mehrere Stämme entstehen, Haupt- und Seitenstämme meist unverzweigt (oder nur sehr wenige darüber gebogen), aufrecht bis 30 cm Durchmesser, der neue Wuchs ist ein fantastisches lebhaftes Türkisblau, während der alte Wuchs sich in ein helles Olivgrün verwandelt. Die typische blaue Bedeckung entwickelt sich nur in einem warmen Klima und bei viel Licht.
Rippen: Bis zu 18 (oder mehr) cm lang, knotig.
Areolen: Etwas eingesunken an den Spitzen der Warzen.
Dornen: Dimorph mit zwei ausgeprägten jungen und reifen Formen.
Stacheln der jugendlichen Stämme: Ungefähr 5-8 ungleichmäßig schlecht differenziert (davon Zentralen 1-3, Radiale 4-6), die längsten bis 8 cm lang, alle gelb oder gelblichgrau und braun getippt.
Stacheln im oberen Teil der blühenden Stängel: Bis zu 30 mehr oder weniger gleich lang, biegsamer, borstig, gelblich.
Mitteldornen: 1-3, stämmig, bis 8 cm lang
Blüte: Nachtaktiv, weiß bis 5 cm Durchmesser: Röhre gekrümmt, dunkelviolettbraun, mit überlappenden Wimpernschuppen. Knospen, äußere Perianthsegmente, Perikarpel und Röhrenschuppen sehr dunkel kastanienbraun/violett bis fast schwarz.
Blütezeit: Die Blüten erscheinen im Sommer, nur an über 1 m hohen Pflanzen.
Früchte: Trocken, 2,5 cm Durchmesser.

Kultivierung und Vermehrung: Browningia hertlingiana ist eine sehr dekorative, relativ frostharte Sommerpflanzensorte. Mit ihrer blauen Farbe und den goldenen Stacheln ist die Pflanze selbst ohne Blüte noch atemberaubend.
Wachstumsrate: Die Pflanze wächst angeblich ziemlich langsam.
Boden: Die Pflanze wächst in einem reichhaltigen und besonders entwässernden Substrat, da sie bei Feuchtigkeit und niedrigen Temperaturen sehr empfindlich auf Fäulnis reagiert und die Erde zwischen den Bewässerungen austrocknen lässt.
Umtopfen: Umtopfen im Frühjahr, wenn die Wurzeln verkrampft sind. Im Allgemeinen sollten sie alle zwei Jahre umgetopft werden, um frische Erde zu erhalten. Nach dem Umtopfen sollten sie eine Woche oder länger nicht gegossen werden. Verwenden Sie einen Topf mit guter Drainage.
Düngen Sie: Mit einem Dünger mit niedrigem Stickstoffgehalt wächst er im Frühjahr und Sommer viel schneller.
Gießen: Gießen Sie regelmäßig von März bis Oktober, die dünnen, faserigen Wurzeln leiden unter der Feuchtigkeit, deshalb sollte die Pflanze nur gegossen werden, wenn das umliegende Gelände trocken ist. Halten Sie die Pflanze trocken, sobald die Temperatur im Oktober zu sinken beginnt, und halten Sie sie im Winter bei Temperaturen von 5 bis 15 Grad Celsius vollkommen trocken. Vorzugsweise nicht an bewölkten Tagen, feuchten Tagen oder kalten Wintertagen gießen.
Widerstandsfähigkeit: Sie müssen während der Winterruhe an einem kühlen Ort aufbewahrt werden und sind etwas frostbeständig, wenn sie vor und während der Kälte auf der trockenen Seite aufbewahrt werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie getötet werden (im Gegensatz zu den meisten Pilosocereus-Arten). Sie sind bis -5 C ° C oder weniger, für kurze Zeiträume, widerstandsfähig. Beim Anbau ist es jedoch besser, sie nicht Temperaturen unter 5° C auszusetzen, auch wenn sie sich an einem belüfteten und geschützten Standort befinden. Obwohl sie zu den leichter zu kultivierenden Browningia-Arten gehört, neigt sie im Winter während der Ruhephase zur Fäulnis, wenn sie nass gehalten wird. In der Ruhephase keine hohe Luftfeuchtigkeit!! Im Freien ist diese Pflanze sehr anpassungsfähig, solange man eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Wintermonaten vermeidet.
Sonneneinstrahlung: Belichtung: Sie braucht volle Sonneneinstrahlung mit reichlich Luftstrom für das beste Aussehen.
Pflege: Ältere Pflanzen müssen oft unterstützt werden, da sie dazu neigen, unter ihrem eigenen Gewicht einzustürzen.
Verwendung: Ausgezeichnet als Landschafts- oder Terrassenpflanze. Sie eignet sich für “Wüsten”-Gärten, in Verbindung mit anderen Xerophyten. Wenn die Freilandkultur aufgrund des Klimas nicht möglich ist, sollte sie im Topf kultiviert werden, um sie im Winter zu schützen.
Schädlinge und Krankheiten: Sie kann für eine Vielzahl von Insekten attraktiv sein, aber Pflanzen in gutem Zustand sollten nahezu schädlingsfrei sein, insbesondere wenn sie in einer mineralischen Topfmischung mit guter Belichtung und Belüftung angebaut werden. Dennoch gibt es mehrere Schädlinge, auf die man achten muss:
– Rote Spinnen: Rote Spinnen können durch Bewässerung der befallenen Pflanzen von oben effektiv aufgerieben werden.
– Mehlige Wanzen: Mehlige Wanzen entwickeln sich gelegentlich aus der Luft in den neuen Wollwuchs mit entstellenden Ergebnissen, aber die schlimmsten Arten entwickeln sich unterirdisch an den Wurzeln und sind außer durch ihre Wirkung unsichtbar.
– Schuppen: Schuppen sind selten ein Problem.
– Fäulnis: Fäulnis ist bei Kakteen nur ein geringes Problem, wenn die Pflanzen richtig gegossen und “gelüftet” werden. Ist dies nicht der Fall, helfen Fungizide nicht viel. Um Fäulnis zu verhindern, ist es auch ratsam, den Wurzelhals mit sehr grobem Sand oder Kies zu umgeben, dies hilft bei einer schnellen Wasserableitung.
Vermehrung: Fast ausschließlich durch Samen, da die Zweige nicht für Stecklinge oder zur Veredelung verwendet werden können. Die Samen können in Töpfe mit feinem, gut dräniertem Sandboden gesät werden, jederzeit im Frühling, wenn die Temperaturen warm sind. Die Sämlinge sollten nicht gestört werden, bis sie gut verwurzelt sind, danach können sie separat in kleine Töpfe gepflanzt werden.