Hatiora (Osterkaktus) kaufen?

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Du bist auf der Suche nach einer Hatiora? Dieser blühfreudige Blattkaktus, auch Osterkaktus genannt, ist gerade im Frühjahr sehr gefragt und in vielen Gartencentern ausverkauft. Wenn Du Dir eine eigene Hatiora aufziehen möchtest, schau’ gern in unseren Shop oder einen der Partnershops. Dort kannst Du unbewurzelte Hatiora Blattstecklinge kaufen und anfängerfreundlich beim Wachstum zusehen. Viele weitere Stecklinge und Mutterpflanzen kannst Du bequem auf bei ebay.de kaufen. Häufig findest du dort auch Hatiora Samen. Oft wird die Hatiora auch als Schlumbergera, Rhipsalidopsis oder Osterkaktus angeboten.

Hatiora – Allgemeine Informationen

Diese in Brasilien beheimatete Gattung besteht aus zehn Arten epiphytischer oder auf dem Boden lebender verzweigter Waldkakteen. Sie eignen sich für Hängekörbe und haben hängende, zusammengewachsene Stämme und gelbe, rosa oder rote, trichterförmige Blüten, aus denen zartweiße oder gelbe Beeren entstehen.

Hatiora – Pflege und Vermehrung

Hatiora rosea ist leicht zu pflegen und toleriert Vernachlässigung. Diese Pflanze (wie alle epiphytischen Kakteen) bevorzugt den Halbschatten und benötigt im Sommer reichlich Wasser (mehr als andere Kakteen). Zwischen den Bewässerungen sollte die Erde aber leicht austrocknen.

Wachstumsrate

Diese Waldkakteen sind schnell wachsend und können lange Triebe entwickeln.

Standort

Hatiora wächst am besten in trockenem, tropischem oder subtropischem Klima und braucht viel helles indirektes Licht. In heißen Klimazonen wird sie durch Blattkronen beschattet. Zusätzliches Licht im zeitigen Frühjahr regt die Knospenbildung an.

Boden

Bei der Hatiora handelt sich um einen Epiphyten-Kaktus, der jedoch häufig als gewöhnliche Zimmerpflanze kultiviert wird und mehr organische Substrat schätzt als die meisten Säulen- und Kugelkakteen (ein hoher Gehalt an Sphagnum im Boden ist optimal). Dieser Bodentyp wird normalerweise für Orchideen, Bromelien oder andere epiphytische Pflanzen verwendet. Am einfachsten ist es, wenn Orchideensubstrat verwendet und ggfs. mit etwas Bims vermischt wird.

Umtopfen

Alle zwei Jahre umtopfen, um den Gesundheitszustand der Pflanze und Wurzeln zu prüfen und mehr Platz für diese zu schaffen.

Gießen

Hatiora (Osterkaktus) benötigt im Sommer reichlich Wasser. Zwischen den Bewässerungen jedoch leicht austrocknen lassen. Während der Blütezeit sollten sie feucht (aber nicht nass!) kultiviert werden. Nachdem die Blüten abgefallen sind, sollte die Hatiora einige Monate lang weniger Wasser bekommen. Wenn sie umgetopft werden müssen, ist auch dies der richtige Zeitpunkt dafür.

Düngung

Im Frühjahr während der Wachstumsphase sollte der Osterkaktus mit einem kaliumreichen Dünger gedüngt werden. Diesen bitte auf etwa 1/4 der empfohlenen Dosis reduzieren und mit (optimalerweise) Regenwasser mischen.

Widerstandsfähigkeit

Hatiora bevorzugt nächtliche Temperaturen von mindestens 12°C, besonders im Winter. Verträgt Temperaturen bis 45°C und sogar kurze Frostperioden, die jedoch nicht zu empfehlen sind. Länger Kälte schädigt oder tötet den Blattkaktus sogar.

Anmerkungen

Hatiora neigt genau so wie Schlumbergera dazu, die Knospen abzuwerfen, wenn sie bewegt werden. Sobald sich die Blütenknospen gebildet haben, sollten Sie die Pflanze NICHT mehr bewegen, da leichte Veränderungen der Umgebung ein Abwerfen der Knospen verursachen können.

Schädlinge und Krankheiten

Bleibt in der Regel bemerkenswert frei von Krankheiten. Wollläuse können auftreten.

Vermehrung

Die Vermehrung einer Hatiora ist wie bei dem Weihnachtskaktus über Stängelstecklinge oder (selten) durch Samen im Frühjahr möglich. Das Saatgut sollte in gut durchlässiges Anzuchtsubstrat gesät werden und in 14 bis 28 Tagen bei 18 bis 21° C keimen. Für die Veredelung dieser Gattung ist Acanthocereus pentagonus eine gute Vorlage.

Hatiora (Osterkaktus) – Arten

Hatiora gaertneri Hybride

Hatiora gaertneri & Hatiora rosea

Herkunft
Hatiora gaertneri ist in Brasilien heimisch und kommt in Paraná, Rio Grande do Sul und Santa Catarina vor. Hier wachsen sie in einem Areal 10.000 und 15.000 Quadratkilometern und sind an insgesamt fünf Standorten bekannt. Der Osterkaktus kommt in einer Höhe von etwa 350 bis 1.300 Metern über dem Meeresspiegel vor.

Lebensraum
Diese Blattkakteen kommen im atlantischen Wald als Epiphyt vor und sind auf Grund von Abholzung und Rodung im Lebensraum stark beschränkt. Die Pflanzen werden wahrscheinlich aus der Natur entwendet, besonders wenn sie blühen. Er ist eine sehr beliebte Zierpflanze und wird häufig als Osterkaktus angebaut.

Beschreibung
Der Osterkaktus Hatiora gaertneri ist ein stark verzweigter epiphytischer, mehrjähriger Kaktus mit einem Durchmesser von 30-40 cm, der flache, in Segmente mit gekerbten Rändern unterteilte Stängel aufweist. Diese Stängel werden häufig für Blätter gehalten. Die Endsegmente sind oft hängend. Scharlachrote, 4 cm lange Blüten erscheinen im Frühjahr in großer Zahl und entwickeln sich entweder einzeln oder in Gruppen. Sie wird häufig wegen ihrer optischen Ähnlichkeit mit Schlumbergera × Buckleyi (Weihnachtskaktus) als Schlumbergera gaertneri im Gartencenter oder Baumarkt angeboten.

Stängelsegmente
Gelenke meist abgeflacht, länglich oder elliptisch, gestutzt, aber manchmal 3- bis 6-winklig, fleischig, 4-7 cm lang oder mehr mal 2 cm breit, stumpfgrün mit kleinen Einkerbungen an den Rändern, die die Areolen oft violett unterlaufen.

Areolen
Klein, mit kurzer weißer Wolle und einigen bräunlichen oder gelblichen Borsten, die an den Spitzen manchmal bartartig erscheinen. Neue Gelenke und Blütenknospen, die aus den Areolen entstehen.

Blüten
1 bis 3, meist alle am Ende der Triebe entstehend, trichterförmig, symmetrisch, 4-5 cm lang, 4-7,5 cm im Durchmesser, dunkel scharlachrot (aber in der Kultur in mehreren Farbvarianten erhältlich). Äußerste Segmente meist fünf, kurz, dick, dreieckig, getrennt von den anderen trocknend und ausbreitend

Blütezeit
Später Winter und der zeitige Frühling.

Frucht
Stumpfrot, länglich, 15 mm lang, an der Spitze eingedrückt, in der Kultur im Sommer gereift.

Chromosomenzahl
Hatiora gaertneri ist eine diploide Art mit einer Chromosomenzahl von 2n = 2x = 22 .

Anmerkungen
In der Kultur gehören Hybriden von Hatiora gaertneri und Hatiora rosea (Hatiora × graeseri) zu den beliebtesten aller Arten. Sie sind weltweit in Lebensmittelgeschäften und Gartencentern zu finden. Sie werden oft unter den gebräuchlichen Namen “Frühlingskaktus”, “Pfingstkaktus” oder “Osterkaktus” verkauft und sind als Zuchtsorten in verschiedenen Farben erhältlich.

Hatiora rosea (Syn. Rhipsalidopsis rosea)

Herkunft
Hatiora rosea kommt in Brasilien vor und wächst in Paraná, Rio Grande do Sul und Santa Catarina. Hier sind zehn Standorte bekannt (Besiedlungsfläche von fast 2.000 Quadratkilometern) in der Nähe von Caiguava bei 1.000 bis 2.000 Meter über dem Meeresspiegel.

Lebensraum
Diese Art der Hatiora wächst als Epiphyt, hauptsächlich auf Araukarien im dichten Nebelwald. Die Art steht unter dem Druck der Stadtentwicklung, des Baus von Autobahnen und der Abholzung für landwirtschaftliche Aktivitäten. Leider sammeln immer mehr Menschen Stecklinge oder sogar komplette Pflanzen aus der freien Natur. Die in der Vergangenheit abgeholzten Araukarienwälder werden nicht wieder aufgeforstet, sodass diese Art als nahezu bedroht anzusehen ist. Hatiora rosea ist eine beliebte Zierpflanze, die als Zimmerpflanze weltweit verbreitet ist.

Beschreibung
Hatiora rosea ist ein meist aufrechter oder etwas gewölbter oder hängender, buschiger Kaktus mit einzigartig gegliederten Stängeln und vielen rosafarbenen Blüten. Sie ist eine Epiphytie, wird aber häufig als gewöhnliche Zimmerpflanze kultiviert. Diese Art ähnelt dem Osterkaktus (Hatiora gaertneri), hat aber viel kleinere Gelenke und Blüten. Im Grunde ein Mini-Osterkaktus.

Stängelsegmente
Flach oder drei- bis fünfwinklig mit konkaven Seiten, rötlich, dunkelgrün werdend, 2-4 cm lang, Ränder mit zwei oder drei Einkerbungen.

Areolen
Diese sitzen an den Rand- und Scheitelpunkten, mit wenigen Borsten.

Blüten
Sitzen endständig, breit trichterförmig, duftend, 3-4 cm lang und im Durchmesser. Perianth-Segmente, wenige, rosa. Staubblätter etwa 11 mm lang, rosafarben. Stil 13 mm lang, rosa gefärbt. Narbenlappen 3, weiß, 3 mm lang.

Früchte
Knospen rot. Eingedellte Kugel, gelblich.

Chromosomenzahl
Hatiora rosea ist eine diploide Art mit einer Chromosomenzahl von 2n = 2x = 22.

Anmerkungen
Hatiora rosea ist einer der Hybrid-Elternteile von Hatiora × graeseri. Der andere Elternteil ist Hatiora gaertneri. Diese Hybriden gehören zu den beliebtesten aller Kakteenarten in der Kultur. Sie sind weltweit in Discountern, Gartenzentren und Baumärkten zu kaufen. Hier werden sie oft unter den gebräuchlichen Namen “Frühlingskaktus”, “Pfingstkaktus” oder “Osterkaktus” verkauft, da die typische Blütezeit auf das Frühjahr trifft. Wenn sie richtig gepflegt werden, blühen diese Pflanzen innerhalb eines Jahres auch gern zwei- oder mehrmals.

Hatiora während der Blüte im März
Hatiora während der Blüte im März

Hatiora salicornioides (Syn. Hariota salicornioides)

Herkunft
Diese Art wurde in Südostbrasilien (Bahia, Minas Gerais, Espirito Santo, Rio de Janeiro, Sao Paulo und Parana) als wild oder eingebürgert gemeldet. Das Verbreitungsgebiet ist sehr groß und dennoch wird diese Art hier recht häufig angetroffen. Sie leben in Höhen zwischen 0 und 1850 Meter über dem Meeresspiegel.

Lebensraum
Es handelt sich um eine Regenwaldart, die als Epiphyt auf Bäumen (oder gelegentlich als Lithophyt auf Felsen) wächst. Mit anderen Worten: Es handelt sich um Kakteen, die auf Bäumen wachsen! Die Wurzeln dringen in die Rinde ihres Wirtsbaums ein, welcher auch für ausreichend Halt sorgt. Der einzige Zugang zu Feuchtigkeit und Nährstoffen entsteht durch Regen und Kot. Außerdem wachsen sie immer unter einem dichten Blätterdach und sind daher nie der vollen Sonne ausgesetzt.

Beschreibung
Hatiora salicornioides ist ein schlanker, aufrechter, bogenförmiger oder etwas herabhängender, buschiger Kaktus mit einzigartig gegliederten Stängeln und vielen kleinen gelb-orangenen Blüten. Er kann entweder epiphytisch oder terrestrisch sein, wird aber häufig als Blattpflanze angebaut. Wegen der Ähnlichkeit der Stängelabschnitte mit Bierflaschen hat sie den allgemeinen Namen “Drunkard’s Dream”. Die Pflanze besteht aus vielverzweigten Stängeln und erreicht eine Höhe und Breite von durchschnittlich 30-60cm (1 Meter möglich). Hatiora salicornioides gehört zu den pflegeleichtesten Kakteen überhaupt.

Stängel
Verbunden, verholzt, sehr reichlich verzweigt. Äste (Stängelsegmente) von streng determiniertem Wuchs, winzig klein, blass- bis tiefgrün, blatt- und stachellos 2-3 cm lang, 3-4 mm im Durchmesser, schmal, keulenförmig, mit ausgeprägtem Grundhals und erweiterten Spitzen, wie eine umgekehrte Flasche aussehend, in zwei- bis sechsfachen Wirteln aus den Spitzen der älteren aufsteigend und einige Zeit aufrecht wachsend, bevor sie sich unter ihrem eigenen Gewicht ausbreiten.

Areole
Die Gelenke haben ein großes wolliges, zusammengesetztes Areal mit kurzen Borsten an den Spitzen der Zweige, aus denen die Blüten und die nachfolgenden Kladodien entstehen. Die an diesen Stämmen sichtbaren, weißen Flecken sind technisch gesehen typische Kaktusareale ohne Stacheln.

Stacheln
Meistens nicht vorhanden, selten gebildet, manchmal an der Basis relativ alter Stängel oder an isolierten Stammabschnitten.

Blüten
Immer an den Spitzen der jüngeren Stängelsegmente klein, glockenförmig, orange-gelb oder hell lachsfarben, 1-2 cm lang und im Durchmesser. Die Blütezeit dieser Hatiora ist der späte Winter bis zum zeitigen Frühjahr.

Früchte
Weiße, durchscheinende, oben geformte Beeren.

Chromosomenzahl
Hatiora salicornioides ist eine diploide Art mit einer Chromosomenzahl von 2n = 2x = 22 .

Anmerkungen
Der spezifische Beiname “Salicornioides” ist ein Hinweis auf die Gattung Salicornia (Chenopodiaceae), die ebenfalls eine stark markierte Segmentierung der Stämme aufweist. Hatiora unterscheidet sich von Rhipsalis durch die Stielsegmente mit sehr ungleichen distalen und proximalen Enden und Blüten in pseudoterminaler statt seitlicher Position.