Lophocereus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Lophocereus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Lophocereus

Lophocereus ist eine kleine, botanisch anerkannte Gattung aus Arizona und Nordwestmexiko. Die bekannteste Art ist Lophocereus schottii, deren monströse Form als Totempfahlkaktus in Kultur sehr beliebt ist. Typisch sind säulige, wärmeliebende Pflanzen für sehr sonnige Standorte mit mineralischem Substrat und trockener Winterruhe.
  • Botanischer Name: Lophocereus
  • Gattung: Lophocereus
  • Familie: Cactaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Lophocereus stammt aus dem Grenzraum von Südwest-Arizona und Nordwestmexiko. Die Gattung wächst in heißen, trockenen Wüsten- und Trockenstrauchgebieten.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Fensterbank, Steingarten, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: 2
  • Preis: Normale Formen mittel, monströse Kulturformen häufig teurer.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Lophocereus aus?

Lophocereus – Botanische Detailillustration
Lophocereus – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind je nach Art weißlich bis rosa, oft nachtaktiv und erscheinen an älteren Trieben. Bei Kulturformen steht jedoch oft die markante Säulenform stärker im Vordergrund als die Blüte.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Creme
  • Blütezeit: Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Säule, Baumförmig
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 500 cm – Lophocereus kann als Säulenkaktus mehrere Meter Höhe erreichen, in Topfkultur bleibt er meist deutlich kleiner.
  • Durchmesser: 12 cm – Die Triebe sind mittelstark bis kräftig und erreichen oft etwa 8 bis 12 cm Durchmesser.

Die Lophocereus-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand

Lophocereus liebt volle Sonne, Wärme und mineralisches Substrat. Im Sommer wird gründlich, aber selten gegossen. Im Winter bleibt der Kaktus sehr trocken und hell. Kalt plus nass ist die klassische Katastrophenkombination.

Die Lophocereus-Pflege im Detail

Für Lophocereus ist ein maximal heller Standort entscheidend. Südseite, Gewächshaus oder ein geschützter Sommerplatz im Freien sind ideal. Das Substrat sollte aus mineralischen Bestandteilen mit nur geringem organischen Anteil bestehen. Während der Wachstumszeit wird erst gegossen, wenn der Topf gut abgetrocknet ist, dann aber durchdringend. Gedüngt wird sparsam mit Kakteendünger. Im Winter wird fast völlig trocken gehalten. Warme Überwinterung ist bei Zimmerkultur oft sicherer als ein kühler, dunkler Platz. Besonders monströse Formen sollten auf Fäulnis früh kontrolliert werden, da ungleichmäßige Triebe Wasser länger halten können.

Vermehrung von Lophocereus

Lophocereus kann aus Samen gezogen werden, was bei botanischen Arten die sauberste Methode ist. Monströse oder besonders interessante Kulturformen werden oft vegetativ durch Stecklinge erhalten, damit die Wuchsform erhalten bleibt. Stecklinge müssen vor dem Eintopfen gründlich abheilen. Danach werden sie in trockenes bis fast trockenes mineralisches Substrat gesetzt und erst nach einsetzender Bewurzelung vorsichtig gegossen. Jungpflanzen sollten von Anfang an sehr hell stehen, aber nicht abrupt aus dem Schatten in brutalste Sommerhitze geworfen werden.

Lophocereus – Botanische Illustration der Vermehrung
Lophocereus – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Nein Nein Nein Viel Nein Trocken und hell Kein Wasser bei Lichtmangel
Feb Nein Nein Nein Viel Nein Trocken und hell Sehr heller Platz
Mär Wenig Nein Ja Viel Nein Anwärmen Jetzt langsam mehr Sonne
Apr Mäßig Ja Ja Viel Nein Wachstum startet Umtopfen möglich
Mai Ja Ja Ja Viel Möglich Wachstum Tief gießen
Jun Ja Ja Nein Viel Ja Wachstum Keine Staunässe
Jul Ja Ja Nein Viel Ja Wachstum Hohe Wärme fördert Wachstum
Aug Ja Ja Nein Viel Ja Wachstum Nur trocken wieder gießen
Sep Mäßig Ja Nein Viel Möglich Abtrocknen lassen Wasser reduzieren
Okt Wenig Nein Nein Viel Nein Trockenphase Vor Winter komplett trocknen
Nov Nein Nein Nein Viel Nein Trocken Warm halten
Dez Nein Nein Nein Viel Nein Trocken Nicht kalt und feucht

Meine Erfahrungen mit Lophocereus

Lophocereus gehört zu den dankbaren Säulenkakteen, wenn er wirklich sonnig steht. Gerade die monströsen Formen wachsen bei Wärme oft überraschend gut, faulen aber bei falscher Winterbehandlung schneller als robuste Landschaftspflanzen im Freiland. Der wichtigste Trick ist kein Trick: viel Licht, viel Drainage, wenig Winterwasser.

Beliebte Arten von Lophocereus

Lophocereus schottii

Die bekannteste Art der Gattung mit klassischem Wüstenhabitus.

Lophocereus schottii monstrose Form

Als Totempfahlkaktus besonders beliebt wegen der skulpturalen Triebe.

Lophocereus gatesii

Seltener kultivierte Art aus Baja California Sur.

Lophocereus – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Triebe im Winter Zu feucht bei wenig Licht Sofort trocken stellen und wärmer, heller überwintern. Gelbliche, fleckige Haut

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Lophocereus

Häufige Fragen

Ist Lophocereus dasselbe wie Totempfahlkaktus

Der Totempfahlkaktus ist eine monströse Kulturform von Lophocereus schottii.

Braucht Lophocereus volle Sonne

Ja, möglichst viel direkte Sonne ist ideal.

Wie oft gießt man Lophocereus

Im Sommer nach kompletter Abtrocknung, im Winter fast gar nicht.

Warum wird Lophocereus weich

Meist wegen zu viel Wasser bei zu wenig Licht oder Kälte.

Kann man Lophocereus über Stecklinge vermehren

Ja, besonders Kulturformen lassen sich gut vegetativ erhalten.