Myrtillocalycium – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Myrtillocalycium – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Myrtillocalycium

Myrtillocalycium ist eine seltene Hybridgruppe aus Myrtillocactus und Gymnocalycium. Die Pflanzen verbinden säulige und kugelige Merkmale und wirken in Sammlungen besonders ungewöhnlich.
  • Botanischer Name: Myrtillocalycium
  • Trivialname: Hybridkaktus
  • Gattung: Myrtillocalycium
  • Familie: Cactaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Kulturhybride aus gärtnerischer Züchtung.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Hybridgattung
  • Preis: Mittel bis hoch, je nach Form und Größe.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Myrtillocalycium aus?

Myrtillocalycium – Botanische Detailillustration
Myrtillocalycium – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind trichterförmig und erscheinen bei älteren, gut belichteten Pflanzen meist im Frühjahr bis Sommer. Häufig sind helle bis rosa Töne.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Magenta
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli
  • Wuchsform: Säule
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 25 cm – Im Topf werden gepfropfte Exemplare oft etwa 15 bis 25 cm hoch.
  • Durchmesser: 10 cm – Der Kopf bleibt meist kompakt und erreicht häufig rund 5 bis 10 cm Durchmesser.

Die Myrtillocalycium-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Veredelung, Pfropfen
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Chlorose

Sehr hell stellen, im Sommer gründlich und dann wieder trocken gießen, im Winter deutlich trockener halten.

Die Myrtillocalycium-Pflege im Detail

Ideal ist ein vollsonniger bis extrem heller Platz mit sehr mineralischem Substrat. Gegossen wird in der warmen Jahreszeit durchdringend, aber erst nach kompletter Abtrocknung. Im Winter sollte die Pflanze hell und kühler stehen, mit stark reduzierter Wassergabe.

Vermehrung von Myrtillocalycium

Myrtillocalycium wird fast immer vegetativ über Pfropfung erhalten. Eigenständige Stecklinge oder sortenechte Aussaat spielen im Hobbybereich kaum eine Rolle.

Myrtillocalycium – Botanische Illustration der Vermehrung
Myrtillocalycium – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Nein Nein Nein Voll Nein Trocken und kühl Nicht gießen
Feb Sehr sparsam Nein Nein Voll Nein Trocken und kühl Auf Fäulnis achten
Mär Sparsam Nein Ja Voll Möglich Trocken und kühl Langsam starten
Apr Mäßig Ja Ja Voll Möglich Heller stellen Nur in Drainagesubstrat
Mai Durchdringend Ja Ja Voll Ja Wachstum Staunässe vermeiden
Jun Durchdringend Ja Nein Voll Ja Wachstum Gut lüften
Jul Mäßig Ja Nein Mittagssonne langsam gewöhnen Ja Wachstum Bei Hitze kontrollieren
Aug Mäßig Ja Nein Voll Möglich Wachstum Spätdüngung vermeiden
Sep Sparsam Nein Nein Voll Möglich Ausreifen lassen Wassergaben reduzieren
Okt Sehr sparsam Nein Nein Voll Nein Trockener halten Kühl und hell
Nov Nein Nein Nein Voll Nein Trocken Trocken halten
Dez Nein Nein Nein Voll Nein Trocken Ruhezeit einhalten

Meine Erfahrungen mit Myrtillocalycium

Myrtillocalycium wirkt robust, wenn Licht, Wärme und ein sehr luftiges Substrat zusammenpassen. In der Praxis reagieren die Pflanzen deutlich empfindlicher auf kalte Nässe als auf kurze Trockenphasen. Besonders gepfropfte Exemplare wachsen anfangs flott, bleiben aber schöner, wenn sie nicht dauerfeucht und nicht zu stickstoffreich gehalten werden.

Beliebte Arten von Myrtillocalycium

Myrtillocalycium cv.

Zeigt den typischen Kontrast aus blaugrüner Unterlage und kugeligem Kopf.

Myrtillocalycium variegata

Fällt durch gelbgrüne bis bunt panaschierte Bereiche auf.

Myrtillocalycium cristata

Bildet ungewöhnliche, gefächerte oder gewellte Wuchsformen.

Myrtillocalycium – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weicher Pflanzenkörper Zu viel Wasser bei kühlen Temperaturen Sofort trockener stellen, faulige Teile entfernen und erst nach kompletter Abtrocknung wieder gießen. Braune trockene Flecken

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Myrtillocalycium

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich Myrtillocalycium gießen?

Gieße nur während der Wachstumszeit gründlich und lasse das Substrat danach vollständig abtrocknen.

Braucht Myrtillocalycium eine Winterruhe?

Eine helle und deutlich trockenere Winterruhe fördert kompaktes Wachstum und oft auch die Blüte.

Welches Substrat ist für Myrtillocalycium geeignet?

Ideal ist ein sehr durchlässiges, überwiegend mineralisches Kakteensubstrat mit groben Anteilen.

Warum wird Myrtillocalycium weich?

Meist steckt zu viel Nässe oder zu kalter, feuchter Stand dahinter.

Kann Myrtillocalycium in voller Sonne stehen?

Nach Gewöhnung ja, junge oder frisch gekaufte Pflanzen sollten aber langsam an direkte Sonne gewöhnt werden.