Ophionella – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Ophionella – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Ophionella

Ophionella ist eine seltene, kleine Sukkulentengattung aus Südafrika. Sie bildet niedrige, teils niederliegende Triebe und interessante sternförmige Blüten.
  • Botanischer Name: Ophionella
  • Trivialname: Ophionella
  • Gattung: Ophionella
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Die Gattung stammt aus der südafrikanischen Kapregion und wächst dort in trockenen, felsigen Habitaten mit viel Licht.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus
  • Arten: 1 Art
  • Preis: Sehr selten und kaum regulär verfügbar.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Ophionella aus?

Ophionella – Botanische Detailillustration
Ophionella – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind sternförmig, oft fein gezeichnet und erscheinen an kurzen Blütenstielen nahe den Trieben.

  • Blütenfarben: Gelb, Braun, Mehrfarbig
  • Blütezeit: Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 10 cm – Die Triebe bleiben niedrig und erreichen meist nur etwa 5 bis 10 cm Höhe.
  • Durchmesser: 20 cm – Mit der Zeit entstehen kleine Horste von ungefähr 10 bis 20 cm Breite.

Die Ophionella-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung
  • Gießen: Sehr sparsam, lange Trockenphasen
  • Schwierigkeit: Schwer
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Sukkulenten-Dünger
  • Vermehrung: Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben, Trauermücken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein

Sehr luftig, sehr mineralisch und nur in Wärme sparsam gießen. Im Winter fast trocken halten.

Die Ophionella-Pflege im Detail

Ophionella bevorzugt einen extrem hellen Standort mit sehr guter Luftbewegung. Das Substrat sollte stark mineralisch und schnell trocknend sein. Gegossen wird nur in der aktiven Phase und ausschließlich nach vollständiger Trocknung. Im Winter hält man die Pflanze hell und nahezu trocken. Dauerhaft warme Zimmer ohne Luftaustausch sind für diese Gattung meistens Murks.

Vermehrung von Ophionella

Die Vermehrung gelingt meist nur über Stecklinge. Diese werden sauber geschnitten und vor dem Stecken vollständig abgetrocknet. Anschließend kommen sie in sehr mineralisches Substrat und werden nur minimal angefeuchtet. Erst mit sichtbarem Neuaustrieb oder Widerstand im Substrat wird vorsichtig normaler gegossen.

Ophionella – Botanische Illustration der Vermehrung
Ophionella – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Trocken Nicht vernässen
Feb Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Trocken Luftig halten
Mär Wenig Nein Ja Mehr Licht Nein Start Langsam anfeuchten
Apr Wenig Nein Ja Viel Licht Möglich Wachstum Kein Übertopf
Mai Mäßig Ja Nein Viel Licht Ja Wachstum Schädlingskontrolle
Jun Mäßig Ja Nein Viel Licht Ja Wachstum Nur sparsam düngen
Jul Mäßig Ja Nein Leicht schattieren Ja Wachstum Sommerhitze beachten
Aug Mäßig Ja Nein Leicht schattieren Ja Wachstum Wasser senken
Sep Wenig Nein Ja Viel Licht Möglich Reduzieren Weniger gießen
Okt Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe vorbereiten Fast trocken
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Hell halten
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Warm und trocken

Meine Erfahrungen mit Ophionella

Ophionella ist nichts für Gießkanne-im-Vorbeigehen-Kultur. Die Gattung braucht ein trockenes, luftiges Umfeld und reagiert auf feuchte Stagnation schnell mit Fäulnis. Mit viel Licht und mineralischem Substrat bleibt sie aber erstaunlich stabil.

Beliebte Arten von Ophionella

Ophionella arcuata

Monotypische Art mit niederliegenden Trieben und sternförmiger Blüte.

Ophionella willowmorensis

In manchen Quellen geführte südafrikanische Art aus trockenen Habitaten.

Ophionella – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Faulende Triebbasis Zu feucht und zu wenig Luftbewegung Sofort trockener stellen und gesundes Material neu bewurzeln. Schrumpelige Triebe

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Ophionella

Häufige Fragen

Ist Ophionella selten?

Ja, die Gattung ist in Kultur nur selten erhältlich.

Wie vermehre ich Ophionella?

Am ehesten über gut abgetrocknete Stecklinge.

Braucht Ophionella volle Sonne?

Sehr viel Licht ist wichtig, im Hochsommer kann leichte Schattierung helfen.

Warum fault die Pflanze so schnell?

Die Gattung reagiert empfindlich auf stehende Feuchte und schlechte Belüftung.

Wie überwintere ich Ophionella?

Hell, trocken und mild.