Pfeiffera – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Pfeiffera – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Pfeiffera

Pfeiffera ist eine epiphytische Kakteengattung mit feinen, oft überhängenden Trieben. Sie wirkt luftiger als klassische Blattkakteen und mag ein lockeres, etwas humoseres Substrat.
  • Botanischer Name: Pfeiffera
  • Trivialname: Epiphytischer Kaktus
  • Gattung: Pfeiffera
  • Familie: Cactaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Die Gattung stammt aus Bolivien bis in den Nordwesten Argentiniens und wächst dort oft epiphytisch oder lithophytisch.
  • Verwendungszwecke: Wohnraum, Gewächshaus, Hängeampel
  • Arten: Wenige Arten
  • Preis: 10–30 €
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Pfeiffera aus?

Pfeiffera – Botanische Detailillustration
Pfeiffera – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind meist klein bis mittelgroß und erscheinen an älteren Segmenten. Je nach Art wirken sie weißlich bis rosa oder purpurn überhaucht.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Magenta, Creme
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli
  • Wuchsform: Hängend
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 40 cm – Pfeiffera bleibt meist locker und überhängend und erreicht in Kultur ungefähr 20 bis 40 cm Höhe beziehungsweise Triebtiefe.
  • Durchmesser: 50 cm – Mit mehreren Trieben kann die Pflanze etwa 30 bis 50 cm Breite erreichen.

Die Pfeiffera-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Halbschatten
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Humos
  • Gießen: Mäßig, leicht antrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein

Hell ohne scharfe Mittagssonne, locker und luftig kultivieren, während der Wachstumszeit mäßig gießen und im Winter kühler sowie sparsamer halten.

Die Pfeiffera-Pflege im Detail

Pfeiffera bevorzugt einen hellen Platz mit viel indirektem Licht. Das Substrat darf humoser sein als bei Wüstenkakteen, sollte aber grob und sehr luftdurchlässig bleiben. In der Wachstumsphase wird regelmäßig, jedoch nie dauerhaft nass gegossen. Im Winter steht die Pflanze heller, etwas kühler und deutlich trockener.

Vermehrung von Pfeiffera

Pfeiffera lässt sich gut über Segment- oder Triebstecklinge vermehren. Die Schnittstellen sollten kurz abtrocknen, bevor die Stücke in ein luftiges, epiphytentaugliches Substrat gesetzt werden. Wärme und gute Luftbewegung unterstützen die Bewurzelung. Saatgut wird seltener verwendet, ist aber für Artenreinerhalt natürlich möglich.

Pfeiffera – Botanische Illustration der Vermehrung
Pfeiffera – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Hell ohne Mittagssonne Selten Fast trocken Nicht kalt und nass halten
Feb Sehr wenig Nein Nein Hell Selten Fast trocken Luftfeuchte ist hilfreich
Mär Mäßig Leicht Gut Hell Möglich Übergang Durchlässiges Epiphytensubstrat nutzen
Apr Mäßig Leicht Sehr gut Hell Möglich Übergang Nicht prallsonnig stellen
Mai Regelmäßiger Ja Gut Hell Hauptzeit Wachstum Gleichmäßig, aber nicht nass
Jun Regelmäßiger Ja Möglich Hell Hauptzeit Wachstum Zwischen den Gaben antrocknen lassen
Jul Regelmäßiger Ja Möglich Hell Möglich Wachstum Für Luftbewegung sorgen
Aug Regelmäßiger Ja Möglich Hell Möglich Wachstum Auf Wollläuse achten
Sep Mäßig Leicht Gut Hell Möglich Ausklang Wassergaben senken
Okt Weniger Nein Möglich Hell Selten Ruhiger Heller Standort bleibt wichtig
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Selten Ruhig Nur schluckweise gießen
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Selten Ruhig Keine Staunässe

Meine Erfahrungen mit Pfeiffera

Pfeiffera wächst am schönsten, wenn sie hell, luftig und ohne harte Mittagssonne steht. Das Substrat darf feiner und etwas organischer sein als bei Wüstenkakteen, muss aber trotzdem rasch abtrocknen. Zu nasse, kalte Haltung führt schnell zu schwarzen Stellen und Triebverlust.

Beliebte Arten von Pfeiffera

Pfeiffera ianthothele

Bekannte Art mit epiphytischem Wuchs und feinen, segmentierten Trieben.

Pfeiffera monacantha

Wirkt schlank und locker und wird eher von Sammlern kultiviert.

Pfeiffera – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Schwarze Stellen an Trieben Kalte Nässe oder schlechte Luftzirkulation Trockener halten, wärmer kultivieren und für Luftbewegung sorgen. Runzelige Segmente

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Pfeiffera

Häufige Fragen

Ist Pfeiffera ein Blattkaktus?

Sie gehört zu den epiphytischen Kakteen, wirkt aber feiner und segmentierter als viele klassische Blattkakteen.

Wie viel Sonne braucht Pfeiffera?

Viel Licht ist wichtig, starke Mittagssonne sollte aber nur nach Gewöhnung gegeben werden.

Welches Substrat ist passend?

Ein luftiges, grobes und leicht humoses Epiphytensubstrat funktioniert gut.

Kann Pfeiffera hängen?

Ja, ältere Pflanzen entwickeln oft überhängende Triebe.

Warum faulen Triebe an?

Meist wegen kalter Nässe, zu dichtem Substrat oder schlechter Luftbewegung.