Rhipsalis verzeiht im Zimmer deutlich mehr als viele andere Kakteen, solange der Wurzelballen nicht dauerhaft nass bleibt. Besonders gut wachsen die Pflanzen in lockeren Ampelsubstraten mit etwas Humus. Trockene Heizungsluft und stockende Nässe sind die zwei klassischen Kulturstolpersteine.
Rhipsalis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Rhipsalis
Rhipsalis ist eine tropische, meist epiphytische Kakteengattung mit hängenden oder buschigen Trieben. Sie gehört zu den besten Kakteen für helle Innenräume und wirkt deutlich weicher und tropischer als klassische Wüstenarten.- Botanischer Name: Rhipsalis
- Trivialname: Korallenkaktus
- Gattung: Rhipsalis
- Familie: Cactaceae
- Ordnung: Caryophyllales
- Herkunft: Mittel- und Südamerika, meist in tropischen Wäldern als Epiphyt.
- Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Büro, Gewächshaus, Wintergarten, Hängeampel
- Arten: Viele Arten
- Preis: Je nach Art günstig bis mittelpreisig.
- Seltenheitsgrad: Verbreitet
- Giftig: Nein
Wie sehen Rhipsalis aus?


- Blüte:
Die Blüten sind meist klein, weißlich bis cremefarben und erscheinen zahlreich an den Trieben. Danach folgen oft dekorative Beerenfrüchte.
- Blütenfarben: Weiß, Creme, Pastell
- Blütezeit: März, April, Mai, Juni
- Wuchsform: Hängend
- Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
- Höhe: 50 cm – Die hängenden Triebe erreichen in Kultur häufig 30 bis 50 cm Länge, ältere Exemplare deutlich mehr.
- Durchmesser: 40 cm – Buschige Pflanzen oder Ampeln liegen oft bei etwa 25 bis 40 cm Durchmesser.
Die Rhipsalis-Pflege in Kurzform
- Licht (Sommer): Halbschatten
- Licht (Winter): Vollsonne
- Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
- Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
- Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Humos
- Gießen: Mäßig, leicht antrocknen lassen
- Schwierigkeit: Leicht
- Dünger (Häufigkeit): Monatlich
- Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
- Vermehrung: Stecklinge
- Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben, Trauermücken
- Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein
Rhipsalis mag helles, indirektes Licht, ein luftiges humoses Substrat und gleichmäßige Wassergaben. Im Winter etwas sparsamer gießen, aber nicht wie einen Wüstenkaktus behandeln.
Die Rhipsalis-Pflege im Detail
Rhipsalis bevorzugt helle Standorte ohne extreme Mittagssonne. Das Substrat darf humose Bestandteile enthalten, sollte aber dennoch locker und luftdurchlässig bleiben. Während der Wachstumszeit wird gegossen, sobald die obere Schicht leicht abgetrocknet ist. Komplettes Austrocknen über längere Zeit verträgt die Gattung schlechter als Wüstenkakteen. Im Winter reduziert man die Wassergaben etwas, hält die Pflanze aber weiterhin hell und eher warm. Gelegentliches Besprühen oder höhere Luftfeuchte kann nützlich sein, solange die Pflanze luftig steht.
Vermehrung von Rhipsalis
Rhipsalis wird am einfachsten über Stecklinge vermehrt. Triebabschnitte werden einige Tage abgetrocknet und dann in ein lockeres, leicht humoses Substrat gesetzt. Die Bewurzelung gelingt bei Wärme, Helligkeit und moderater Feuchtigkeit meist sehr gut. Aussaat ist ebenfalls möglich, in der Praxis aber seltener. Junge Pflanzen wachsen recht zügig, wenn sie nicht austrocknen.


Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Wenig | Nein | Nein | Hell ohne Mittagssonne | Möglich | Ruhiger halten | Nicht austrocknen lassen |
| Feb | Wenig | Nein | Nein | Hell ohne Mittagssonne | Möglich | Ruhiger halten | Heizungsluft beachten |
| Mär | Mäßig | Monatlich | Ja | Hell | Ja | Normale Pflege | Umtopfen möglich |
| Apr | Regelmäßig | Monatlich | Ja | Hell | Ja | Normale Pflege | Luftfeuchte hilft |
| Mai | Regelmäßig | Monatlich | Ja | Hell | Ja | Normale Pflege | Keine Staunässe |
| Jun | Regelmäßig | Monatlich | Nein | Hell | Ja | Normale Pflege | Bei Hitze kontrollieren |
| Jul | Regelmäßig | Monatlich | Nein | Hell | Möglich | Normale Pflege | Triebe nicht quetschen |
| Aug | Regelmäßig | Monatlich | Nein | Hell | Möglich | Normale Pflege | Weiter gleichmäßig |
| Sep | Mäßig | Monatlich | Nein | Hell | Selten | Etwas trockener | Düngung beenden |
| Okt | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Nein | Etwas trockener | Weniger Wasser |
| Nov | Wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Warm und hell | Schädlingskontrolle |
| Dez | Wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Warm und hell | Nicht zu dunkel |
Meine Erfahrungen mit Rhipsalis
Beliebte Arten von Rhipsalis
Rhipsalis baccifera
Ist eine weit verbreitete Art mit langen, runden Trieben.
Rhipsalis cereuscula
Bildet feine verzweigte Triebe und wirkt buschig.
Rhipsalis paradoxa
Zeigt abgeflachte, gegliederte Triebe mit besonderem Zierwert.

Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Schrumpelige Triebe | Trockenstress oder Wurzelschaden | Gründlich gießen und Wurzeln prüfen. Gelbliche Segmente |
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Wird ähnlich gepflegt wie Rhipsalis
Häufige Fragen
Ist Rhipsalis ein echter Kaktus
Ja, aber ein tropischer und meist epiphytischer Kaktus.
Braucht Rhipsalis viel Wasser
Mehr als Wüstenkakteen, aber ohne dauerhafte Nässe.
Kann Rhipsalis in der Ampel wachsen
Ja, dafür ist die Gattung hervorragend geeignet.
Warum werden die Triebe schrumpelig
Oft wegen Trockenstress oder beschädigter Wurzeln.
Ist Rhipsalis für Wohnräume geeignet
Ja, die Gattung zählt zu den besten Kakteen für helle Innenräume.
