Sesamothamnus kaufen?

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Herkunft und Lebensraum: Sesamothamnus lugardii kommt in mehreren getrennten Populationen vom Transvaal-Tiefseen (Krüger-Nationalpark) über das nördliche Transvaal im südlichen Afrika bis zum Süden Simbabwes und dem Osten Botswanas und dem südlichen Namibia vor.
Höhenunterschied: 180 – 1500 Meter über dem Meeresspiegel.
Lebensraum: Sie wächst einzeln oder in verstreuten, kleinen Gruppen in heißen, trockenen Gebieten auf kalkhaltigem Boden im offenen, sandigen Akazienbuschland oder zwischen Felsen, in Gestrüpp-Gemeinschaften, wobei sie manchmal die dominierende Gehölzpflanze ist. Es ist bekannt, dass die Elefanten Teile des Baumes fressen und ihn manchmal auch entwurzeln.

Beschreibung: Sesamothamnus lugardii ist ein grotesker stacheliger Strauch oder kleiner kaudikiformer Baum, der wie ein 2-3(-5) m hoher Affenbrotbaum aussieht. Er hat einen außergewöhnlich dicken, geschwollenen Stamm, der sich in Bodennähe immer in wenige Hauptzweige unterteilt, die sich zu ihren Spitzen hin schnell verjüngen und ein spärliches Kronendach bilden. Die Blüten dieser Art sind einzigartig, schön trompetenförmig, aber leider werden nur sehr wenige produziert. Jede besteht aus einer besonders langen, dünnen, rotbraunen Blumenkronenröhre, die an der Basis zu einem so genannten “Sporn” verlängert ist, der sich über die Verbindung der Blüte mit dem Zweig hinaus erstreckt.
Stängel (Caudex): Sukkulentenartig, am Grund sehr geschwollen, bis zu 1 m. Durchmesser. Er verzweigt sich sehr tief in einige dicke, halbaufrechte Zweige, die sich in dicke Äste teilen, die sich zu den Spitzen hin schnell verjüngen. Rinde goldgelb, ziemlich glänzend, schwarz gezeichnet, schält sich in kleinen Flocken ab und zeigt eine glänzend grüne Unterrinde. Die Rinde wird zu den Enden der Zweige hin dunkler. Die Zweige haben dunkle Noppen und steife Dornen. Das Holz ist weich, faserig und wertlos.
Dornen: Einzeln, kurz, spiralförmig auf den Zweigen 5-10(-15) mm lang, gerade oder leicht gebogen, die auf Zweigen und Ästen wachsen. Anfangs sind sie weich mit blattähnlichen Anhängseln, werden aber später hart und scharf.
Die Blätter: Laubabwerfend, einfach in Büscheln an den Noppen, in den von den Dornen gebildeten Winkeln oder in engen, spärlichen Ärmeln um kurze Äste und Zweige, länglich bis verkehrt eiförmig, 1-2,5 cm lang, 4-6 mm breit, blaugrau-grün, halbkorianisch, an der Unterseite mit vielen, winzigen, sternförmigen Haaren bedeckt, die in der Jugend ein puderiges Aussehen geben. Blattstiel sehr kurz . Der Rand ist glatt. Spitze abgerundet bis gekerbt. Am Grund spitz zulaufend. Mittelrippe und Adern, unten deutlich ausgeprägt, oben ohne Haare eingedrückt.
Blüte: Auffallend, süß duftend, einfach oder bis zu 3 in kurzen traubenartigen Blütenständen an kurzen Trieben, die manchmal länglich sind. Die Blütenstiele sind 4 mm lang. Kelch 5-teilig, 4 mm. Lang. Blütenröhre lang, zylindrisch, nur leicht gekrümmt, dünn, rotbraun 8-10(-15) cm lang, 4-6 mm Durchmesser, mit einem kurzen Sporn am Röhrenboden, 1-1,5 cm lang, cremefarben, manchmal violett durchzogen. Blumenkrone sternförmig, 50 – 60 mm Durchmesser, spärlich filzig, in fünf breite, subkreisförmige Blütenblätter öffnend, 1,6-2 cm. breit gekräuselt, weiß bis blass cremefarben. Staubblätter 4, subequal, in der Nähe der Kehle der Blumenkronenröhre eingesetzt; Fäden 4-5 mm lang. Stil schlank, gleich der Blumenkronenröhre. Narbe, die bis zur Öffnung der Blumenkrone reicht oder bis zu 10 mm lang ist, breit zweilappig.
Blütezeit: Sommer.
Früchte (Kapseln): Flach, hellgrau-braun, verholzt, ca. 40-60 mm lang, 38-50 mm breit, herzförmig, rechteckig oder eiförmig im Umriss, seitlich zusammengedrückt, oft mit stumpfer, gekerbter Spitze, manchmal mit einem langen, starren, haarähnlichen Strang, der dem der Jacaranda ähnelt. Sie ist in der Mitte verdickt und steht aufrecht. Sie spaltet sich weit auf, um die Samen freizusetzen.
Samen braun, flach, quer länglich, mit runden, papierartigen Flügeln, etwa 1,5 cm lang und 2,5 cm breit (einschließlich der Flügel).

Anmerkungen: Der Name lugardii ehrt Major EJ Lugard, einen Naturforscher, der Ende des 19. Jahrhunderts in Namaqualand Pflanzen sammelte.

Kultivierung und Vermehrung: Sesamothamnus lugardii lässt sich sowohl drinnen als auch draußen in warmen Klimazonen in einem Garten mit gut dränierter Erde, insbesondere in einem Steingarten, relativ leicht anbauen und kann mit etwa 10 cm pro Jahr wachsen. Im Winter ist er sommergrün, außer in sehr tropischen Gebieten. Er ist trocken, aber nicht frostbeständig.
Wachstumsrate: Sie ist eine ziemlich langsam wachsende Pflanze, aber in 10 Jahren kann sie leicht über ihren Standort in Innenräumen hinauswachsen, so dass ein ‘Beschneiden’ erforderlich ist. Obwohl die Verzweigung normalerweise eine Reaktion auf den natürlichen Prozess ist, kann man die Verzweigung durch Abschneiden der Spitze stimulieren. Sie hat erstaunliche regenerative Eigenschaften und eignet sich für die Bonsaikultur.
Boden: Er benötigt eine entwässernde Kaktus-Topfmischung.
Umtopfen: Die Pflanze alle 3 Jahre umtopfen; dies ist angesichts der vielen Stacheln ziemlich schwierig. Am besten wickelt man mehrere Lagen Zeitungspapier um den Stamm, wo sie gehandhabt werden soll.
Gießen: Sie braucht regelmäßig Wasser, wenn die Pflanze Blätter hat. Entgegen der landläufigen Meinung mag sie in den warmen Sommern viel Wasser, solange sie in eine sehr gut entwässernde Erde gepflanzt wird. In Innenräumen ist es am besten, sich auf der trockenen Seite zu bewegen, oder sie neigt zur Fäulnis.
Belichtungen: Er mag volle Sonne bis hin zu leichtem Schatten bei warmen Temperaturen.
Vermehrung: Samen oder Stecklinge. Diese Bäume lassen sich nur schwer aus Samen züchten, da die gepflanzten Samen schlecht keimen. Die Samen beginnen in nur 3-4 Tagen zu sprießen (keimen aber noch etwa 6 Monate lang unregelmäßig). Sie werden auch durch die Entfernung kleiner Ableger vermehrt, die an der Basis der alten Pflanze wachsen. Brechen Sie die Ableger vorsichtig ab, lassen Sie sie 5 bis 8 Tage trocknen, bevor Sie sie eintopfen.