Trichocereus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Trichocereus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Trichocereus

Trichocereus umfasst kräftige südamerikanische Säulenkakteen mit schnellem Wuchs, markanten Rippen und oft großen nacht- oder tagblühenden Blüten. Die Gattung ist sonnenhungrig, durstig in der warmen Wachstumszeit und im Winter deutlich trockener zu halten.
  • Botanischer Name: Trichocereus
  • Trivialname: Säulenkaktus aus Südamerika
  • Gattung: Trichocereus
  • Familie: Cactaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Vor allem Andenregionen in Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador und Peru.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Je nach Abgrenzung etwa 40 bis 50 Arten oder Einbeziehungen in Echinopsis.
  • Preis: Niedrig bis mittel, seltene Klone teurer.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Trichocereus aus?

Trichocereus – Botanische Detailillustration
Trichocereus – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die großen trichterförmigen Blüten sind meist weiß, cremefarben oder rosa und erscheinen bei älteren Pflanzen im Frühjahr bis Sommer. Viele Arten werden aber auch wegen ihres imposanten Säulenwuchses kultiviert.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Creme
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Säule
  • Wuchsgeschwindigkeit: Schnell
  • Höhe: 300 cm – Im Topf erreichen viele Arten 100 bis 300 cm Höhe, ausgepflanzt oder sehr alt auch deutlich mehr.
  • Durchmesser: 40 cm – Der Triebdurchmesser liegt je nach Art oft zwischen 8 und 40 cm, Horste können noch breiter werden.

Die Trichocereus-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kalt (0–5 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Mäßig, leicht antrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand

Viel Sonne, im Sommer reichlicher, im Winter fast trocken.

Die Trichocereus-Pflege im Detail

Trichocereus steht idealerweise vollsonnig und im Sommer warm bis heiß. Während der Wachstumszeit darf kräftig gegossen werden, sofern das Substrat wieder abtrocknet. Eine sparsame, aber regelmäßige Düngung fördert Wachstum und Blütenansatz. Im Winter brauchen die Pflanzen einen hellen, kühlen und sehr trockenen Platz. Das ist die magische Formel gegen Vergeilung und matschige Überraschungen.

Vermehrung von Trichocereus

Trichocereus lässt sich sehr einfach über Kopf- oder Seitentriebstecklinge vermehren. Schnittstellen müssen mehrere Tage bis Wochen abtrocknen, bevor die Stücke in mineralisch geprägtes Substrat gesetzt werden. Aussaat ist ebenfalls gut möglich und bringt oft vitale Pflanzen hervor. Jungpflanzen wachsen bei Wärme, Licht und regelmäßiger Düngung überraschend zügig.

Trichocereus – Botanische Illustration der Vermehrung
Trichocereus – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Fast trocken Kühl und hell
Feb Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Fast trocken Nicht vernässen
Mär Wenig Wenig Ja Viel Nein Langsam starten An Sonne gewöhnen
Apr Mäßig Ja Ja Viel Möglich Wachstum Große Töpfe mit Drainage
Mai Regelmäßig Ja Ja Viel Ja Starkes Wachstum Reichlicher gießen
Jun Regelmäßig Ja Nein Viel Ja Starkes Wachstum Gut düngen
Jul Regelmäßig Ja Nein Viel Ja Starkes Wachstum Luftig halten
Aug Mäßig Wenig Nein Viel Möglich Reduzieren Weniger Wasser
Sep Wenig Nein Ja Viel Nein Einräumen Trocken stellen
Okt Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Ruhezeit Sehr hell
Nov Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Ruhezeit Kühl
Dez Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Ruhezeit Kühl

Meine Erfahrungen mit Trichocereus

Trichocereus ist für große Gesten zuständig. Die Pflanzen wachsen bei Wärme erstaunlich kräftig und verzeihen in der Saison mehr Wasser als viele kleine Kakteen. Der Klassikerfehler ist eine zu warme Winterpflege bei gleichzeitigem Lichtmangel. Dann vergeilen die Säulen oder kippen in weiches Gewebe. Mit viel Sonne und einer trockenen Ruhezeit klappt die Kultur sehr zuverlässig.

Beliebte Arten von Trichocereus

Trichocereus pachanoi

Wächst schnell säulenförmig und bildet mit der Zeit große Exemplare.

Trichocereus terscheckii

Wird mächtig und trägt eine markante Bedornung.

Trichocereus candicans

Bleibt niedriger und ist für große weiße Blüten bekannt.

Trichocereus bridgesii

Zeigt blaugrüne Triebe und kräftigen Wuchs.

Trichocereus – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche oder gelbe Säule Zu viel Wasser bei kühlen Temperaturen Sofort trockener halten und wärmer sowie heller stellen. Langer dünner Neutrieb

Trichocereus kaufen

Hier findest du zuverlässige Bezugsquellen in Partner-Shops.

  • Trichocereus bei Amazon *
    Aktuelle Preise & Verfügbarkeit direkt bei Amazon

Hinweis: Bei externen Links mit * erhalte ich ggf. eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Trichocereus

Häufige Fragen

Ist Trichocereus für Anfänger geeignet?

Ja, größere Arten sind oft robust und wüchsig.

Wie oft gießt man Trichocereus?

Im Sommer deutlich mehr als viele kleine Kakteen, aber immer mit guter Abtrocknung.

Kann die Gattung draußen stehen?

Ja, im Sommer sehr gut, möglichst sonnig und vor Dauerregen geschützt.

Warum wächst die Spitze dünn nach?

Das ist meist Lichtmangel bei zu warmer Haltung.

Braucht Trichocereus einen großen Topf?

Mit zunehmender Größe ja, aber das Substrat muss trotzdem sehr durchlässig bleiben.


Autor: Stefan – Zuletzt aktualisiert: 08/12/2025 · Über mich