Viridicereus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Viridicereus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Viridicereus

Viridicereus ist eine selten genannte Kakteengattung mit säuligem Wuchs. In Kultur wird sie nur gelegentlich geführt und ist daher vor allem für Spezialisten relevant. Die Pflege orientiert sich an sonnenliebenden, mineralisch kultivierten südamerikanischen Säulenkakteen.
  • Botanischer Name: Viridicereus
  • Gattung: Viridicereus
  • Familie: Cactaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Die Gattung wird mit trockenen, warmen und gut drainierten Standorten Südamerikas verbunden. Die Pflanzen wachsen auf steinigen Böden mit hoher Lichtintensität und ausgeprägten Trockenphasen.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Steingarten, Gewächshaus, Wintergarten
  • Preis: Im Handel kaum präsent, falls angeboten meist nur bei Spezialisten.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Viridicereus aus?

Viridicereus – Botanische Detailillustration
Viridicereus – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen an älteren Pflanzen meist in der warmen Jahreszeit. Typisch sind größere, trichterförmige Blüten in hellen Farbtönen.

  • Blütenfarben: Weiß, Creme
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Säule
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 150 cm – Viridicereus kann in Kultur langfristig etwa 100 bis 150 cm Höhe erreichen, bleibt aber anfangs lange kompakt.
  • Durchmesser: 18 cm – Der Triebdurchmesser liegt je nach Alter und Art meist ungefähr zwischen 10 und 18 cm.

Die Viridicereus-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand

Vollsonnig, mineralisch und sparsam gießen. Im Winter trocken und eher kühl halten.

Die Viridicereus-Pflege im Detail

Viridicereus sollte in einem stark mineralischen, sehr durchlässigen Substrat stehen und möglichst viel Licht bekommen. In der Wachstumszeit wird gegossen, sobald der Ballen vollständig trocken ist. Danach darf die Pflanze erneut gründlich abtrocknen. Gedüngt wird nur schwach. Im Winter ruht die Gattung trocken und hell. Da gesicherte Kulturangaben knapp sind, ist Zurückhaltung die klügste Strategie: keine zu großen Töpfe, kein schweres Substrat und keine warme Winterfeuchte.

Vermehrung von Viridicereus

Viridicereus wird vorrangig über Samen vermehrt, bei geeigneten Pflanzen auch über Stecklinge. Samen keimen am besten in einem feinen mineralischen Substrat bei Wärme, Licht und guter Belüftung. Stecklinge sollten nach dem Schnitt gut abheilen, bevor sie in trockenes Substrat gesetzt werden. Erst nach sichtbarer Bewurzelung wird vorsichtig gegossen. Da Kulturinformationen begrenzt sind, empfiehlt sich eine konservative Pflege mit eher trockener Führung.

Viridicereus – Botanische Illustration der Vermehrung
Viridicereus – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Nein Nein Nein Vollsonnig Nein Trocken Keine Kältenässe
Feb Nein Nein Nein Vollsonnig Nein Trocken Hell halten
Mär Wenig Nein Ja Vollsonnig Nein Langsam starten Erst bei Wachstum gießen
Apr Mäßig Leicht Ja Vollsonnig Knospen möglich Normal Mineralisch topfen
Mai Mäßig Leicht Ja Vollsonnig Blüte Normal Regenschutz günstig
Jun Mäßig Leicht Nein Vollsonnig Blüte Normal Luftig halten
Jul Mäßig Leicht Nein Vollsonnig Blüte Normal Nicht überdüngen
Aug Wenig Nein Nein Vollsonnig Nachblüte möglich Wasser reduzieren Wasser senken
Sep Wenig Nein Nein Vollsonnig Nein Ruhe vorbereiten Nicht mehr düngen
Okt Nein Nein Nein Vollsonnig Nein Trocken Trocken halten
Nov Nein Nein Nein Vollsonnig Nein Trocken Hell halten
Dez Nein Nein Nein Vollsonnig Nein Trocken Ruhe

Meine Erfahrungen mit Viridicereus

Meine Erfahrung mit wenig verbreiteten Säulenkakteen ist, dass man mit sehr einfachen Grundregeln am weitesten kommt: viel Licht, sehr durchlässiges Substrat und Geduld. Wer versucht, schnelles Wachstum über häufiges Gießen zu erzwingen, erzeugt meist nur instabile Triebe. Eine trockene Winterruhe bringt deutlich bessere Resultate.

Viridicereus – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Basis Zu nasses Substrat oder kalte Nässe Trocken stellen, Wurzeln prüfen und gegebenenfalls neu eintopfen. Helles, dünnes Wachstum

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Viridicereus

Häufige Fragen

Ist Viridicereus leicht zu kultivieren

Mit vorsichtiger, trockener Kultur meist ja, aber die Gattung ist selten und wenig dokumentiert.

Wie viel Sonne braucht Viridicereus

Sehr viel, ein vollsonniger Platz ist ideal.

Wie oft gießt man

Nur während des aktiven Wachstums und erst nach kompletter Abtrocknung.

Braucht die Pflanze eine Winterruhe

Ja, trocken und eher kühl ist sinnvoll.

Wie vermehrt man Viridicereus

Vor allem über Samen, teils auch über Stecklinge.