Weberocereus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Weberocereus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Weberocereus

Weberocereus ist eine tropische Kakteengattung mit kletternden bis überhängenden Trieben und oft großen, nachts geöffneten Blüten. Die Pflanzen stammen aus feuchtwarmen Wäldern Mittel- und Südamerikas und gehören zu den eindrucksvolleren epiphytischen Kakteen. In Kultur brauchen sie Wärme, Luftfeuchte und lockere Substrate.
  • Botanischer Name: Weberocereus
  • Gattung: Weberocereus
  • Familie: Cactaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Die Gattung wächst in Mittelamerika, der Karibik und im nördlichen Südamerika. Typisch sind epiphytische oder halbepiphytische Lebensweisen in lichten, feuchten Waldhabitaten.
  • Verwendungszwecke: Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten, Hängeampel
  • Arten: 15–20
  • Preis: Einige Arten sind gelegentlich erhältlich, seltene Formen bleiben jedoch Spezialitäten.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Weberocereus aus?

Weberocereus – Botanische Detailillustration
Weberocereus – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind oft groß, röhren- bis trichterförmig und öffnen sich teils nachts. Die Farbpalette reicht meist von weiß bis creme, gelegentlich mit rosafarbenen oder rötlichen Einschlägen an äußeren Blütenteilen.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Creme
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Kletternd, Hängend
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 50 cm – Die aufrechte Höhe bleibt oft moderat, während Triebe leicht 50 cm oder deutlich mehr erreichen können, wenn sie geführt oder aufgehängt werden.
  • Durchmesser: 120 cm – Mit langen Trieben und Verzweigung kann Weberocereus in Kultur ungefähr 80 bis 120 cm Ausdehnung erreichen.

Die Weberocereus-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Halbschatten
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Humos
  • Gießen: Mäßig, leicht antrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben, Trauermücken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein

Warm, hell und luftig kultivieren, aber ohne pralle Mittagssonne. Gleichmäßig gießen, im Winter nur etwas trockener halten.

Die Weberocereus-Pflege im Detail

Weberocereus bevorzugt ein lockeres, humos-mineralisches Substrat und einen hellen Standort mit gefiltertem Licht. Während der Wachstumszeit wird regelmäßig gegossen, wobei überschüssiges Wasser immer gut ablaufen muss. Staunässe und verdichtete Erde sind besonders problematisch. Gedüngt wird schwach, aber regelmäßig in der warmen Saison. Im Winter sollte die Gattung nicht zu kalt stehen, sondern eher mild und etwas trockener. Als tropischer Kletterkaktus reagiert Weberocereus positiv auf Wärme, Luftfeuchte und gute Luftbewegung.

Vermehrung von Weberocereus

Weberocereus lässt sich gut über Stecklinge vermehren. Längere Triebstücke werden einige Tage abgetrocknet und danach in ein lockeres, humos-mineralisches Substrat gesetzt. Wärme, hohe Luftfeuchte und indirektes Licht fördern die Bewurzelung. Auch eine Aussaat ist möglich, wird jedoch seltener angewendet. Junge Pflanzen profitieren von Rankhilfen oder einer Kultur in Ampeln, damit die Triebe nicht abgeknickt werden.

Weberocereus – Botanische Illustration der Vermehrung
Weberocereus – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell gefiltert Nein Etwas trockener Nicht austrocknen lassen
Feb Wenig Nein Nein Hell gefiltert Nein Etwas trockener Wärme wichtig
Mär Mäßig Leicht Ja Hell Knospen möglich Normal Mit Wachstum mehr gießen
Apr Regelmäßig Monatlich Ja Hell Blüte Normal Luftfeuchte hilfreich
Mai Regelmäßig Monatlich Ja Hell Blüte Normal Lockeres Substrat
Jun Regelmäßig Monatlich Nein Hell ohne Mittagssonne Blüte Normal Vor praller Sonne schützen
Jul Regelmäßig Monatlich Nein Hell ohne Mittagssonne Blüte Normal Lange Triebe stützen
Aug Regelmäßig Monatlich Nein Hell ohne Mittagssonne Nachblüte möglich Normal Schädlingskontrolle
Sep Mäßig Leicht Nein Hell Nachblüte möglich Weniger Wasser Wasser langsam senken
Okt Wenig Nein Nein Hell Nein Etwas trockener Heller Standort
Nov Wenig Nein Nein Hell gefiltert Nein Etwas trockener Nicht kalt stellen
Dez Wenig Nein Nein Hell gefiltert Nein Etwas trockener Mäßig feucht

Meine Erfahrungen mit Weberocereus

Meine Erfahrung mit tropischen Kletterkakteen ist, dass sie bei ausreichender Wärme überraschend kräftig wachsen. Ein lockeres, luftiges Substrat und gleichmäßige Feuchte machen den Unterschied zwischen vitalen Trieben und fauligen Basen. In zu dunkler Haltung werden die Triebe schnell weich und langgezogen.

Beliebte Arten von Weberocereus

Weberocereus tunilla

Zeigt lange, kletternde Triebe und typische epiphytische Wuchsweise.

Weberocereus glaber

Wird wegen seiner glatter wirkenden Triebe und tropischen Erscheinung geschätzt.

Weberocereus frohningiorum

Seltene Art aus dem Spezialistenbereich mit dekorativen Trieben.

Weberocereus – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Faulige Triebbasis Zu nasses Substrat bei zu wenig Luftbewegung Substrat austauschen, trockener und luftiger kultivieren. Lange, weiche Triebe

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Weberocereus

Häufige Fragen

Ist Weberocereus ein epiphytischer Kaktus

Ja, viele Arten wachsen epiphytisch oder halbepiphytisch in tropischen Wäldern.

Braucht die Gattung viel Wasser

Mehr als Wüstenkakteen, aber weiterhin ohne Staunässe.

Kann Weberocereus in der Wohnung wachsen

Ja, an einem hellen Platz mit ausreichend Luftfeuchte.

Verträgt die Pflanze volle Sonne

Pralle Mittagssonne ist meist zu stark.

Wie vermehrt man Weberocereus

Am einfachsten über Stecklinge.