Weingartia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Weingartia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Weingartia

Weingartia ist eine beliebte südamerikanische Kakteengattung mit kugeligen bis kurz zylindrischen Körpern und oft sehr attraktiver Bedornung. Die Pflanzen bleiben handlich und blühen bei guter Kultur zuverlässig.
  • Botanischer Name: Weingartia
  • Trivialname: Weingartia
  • Gattung: Weingartia
  • Familie: Cactaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Bolivien und angrenzende Regionen. Viele Arten wachsen in trockenen, sonnenreichen Lagen mit guter Luftbewegung.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Mehrere Dutzend Arten und Formen
  • Preis: Günstig bis moderat
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Weingartia aus?

Weingartia – Botanische Detailillustration
Weingartia – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen meist im Kranz nahe der Triebspitze und sind für die Körpergröße oft erstaunlich groß. Gelbe bis orangefarbene Töne sind besonders häufig.

  • Blütenfarben: Gelb, Orange, Rot
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli
  • Wuchsform: Rosette
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 12 cm – Die Pflanzen bleiben meist niedrig und erreichen häufig etwa 5 bis 12 cm Höhe.
  • Durchmesser: 15 cm – Je nach Art sind etwa 6 bis 15 cm Durchmesser typisch, ältere Gruppen auch mehr.

Die Weingartia-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kalt (0–5 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand

Sonnig, mineralisch und eher sparsam pflegen. Im Sommer gründlich gießen, im Winter kühl und fast trocken halten. Eine gute Winterruhe ist der kleine Trick hinter den großen Blüten.

Die Weingartia-Pflege im Detail

Weingartia bevorzugt volle Sonne, viel Luft und ein gut drainiertes, mineralisch geprägtes Substrat. Während der Wachstumszeit werden die Pflanzen durchdringend gegossen, danach lässt man den Topf wieder gut abtrocknen. Im Winter stehen sie hell, kühl und nahezu trocken. Regelmäßige, aber sparsame Düngung im Sommer reicht aus. Zu humose Mischungen erhöhen das Fäulnisrisiko unnötig.

Vermehrung von Weingartia

Weingartia wird überwiegend durch Aussaat vermehrt. Frisches Saatgut keimt in mineralischem, feinem Substrat bei warmer, heller Haltung recht gut. Einige Arten oder Klone bilden Kindel, die nach dem Abtrocknen vorsichtig bewurzelt werden können. Jungpflanzen wachsen langsam, entwickeln aber mit den Jahren einen sehr schönen Habitus.

Weingartia – Botanische Illustration der Vermehrung
Weingartia – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Kühl und trocken Trocken halten
Feb Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Kühl und trocken Nicht antreiben
Mär Wenig Nein Nein Sehr hell Nein Kühl Langsam starten
Apr Mäßig Leicht Ja Sonnig Beginn Milder Umtopfen möglich
Mai Durchdringend Leicht Ja Sonnig Ja Mild Blütenzeit
Jun Durchdringend Leicht Nein Sonnig Ja Mild Nur nach Trockenheit gießen
Jul Durchdringend Leicht Nein Sonnig Ja Mild Luftig halten
Aug Mäßig Nein Nein Sonnig Auslaufend Mild Bei Hitze nicht vernässen
Sep Wenig Nein Ja Sonnig Nein Kühl Düngung beenden
Okt Wenig Nein Nein Sehr hell Nein Kühl Wassergaben senken
Nov Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Kühl Ruhe
Dez Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Kühl und trocken Sehr trocken

Meine Erfahrungen mit Weingartia

Weingartia ist dankbar, wenn viel Licht und eine kühle Winterruhe vorhanden sind. Die Pflanzen bleiben dann kompakt, bedornen sich schön und blühen oft erstaunlich bereitwillig. Zu warme Winter machen sie träge und blühfaul.

Beliebte Arten von Weingartia

Weingartia neocumingii

Ist verbreitet, blühfreudig und für Sammler sehr attraktiv.

Weingartia lanata

Zeigt oft eine dichte, dekorative Bedornung.

Weingartia trollii

Bleibt kompakt und bringt schöne gelbe bis orange Blüten.

Weingartia – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Körper wird weich oder fleckig Zu viel Wasser bei Kühle Gießen reduzieren und Substrat vollständig abtrocknen lassen Keine Blüten

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Weingartia

Häufige Fragen

Ist Weingartia für Anfänger geeignet

Ja, bei hellem Standort und kühler Winterruhe sehr gut.

Wie bekomme ich viele Blüten

Mit viel Licht und trockener, kühler Überwinterung.

Braucht Weingartia rein mineralisches Substrat

Ein stark mineralisches Gemisch ist meist ideal.

Wie oft gieße ich im Sommer

Gründlich, aber nur nach deutlichem Abtrocknen.

Kann Weingartia Kindel bilden

Einige Formen ja, viele werden aber vor allem aus Samen vermehrt.