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Die zur Familie der Agavengewächse gehörende Yucca-Palme findest du hier.

Agave parryi
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Agave reginae-victoriae
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Agave americana 'variegata'
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Agave – Allgemeine Informationen

Agaven sind sukkulente, stammlose Rosettenpflanzen mit einem Durchmesser von 15 cm bis zu 5 m. Der dekorativen Gattung gehören heute 450 Arten an. Die Blätter der Agaven sind bestachelt und dickfleischig und haben bei Arten aus kühleren Regionen eine meist blaugrüne Farbe. In den warmen Klimazonen sind die Blätter eher zart graugrün gefärbt. Kleine Agaven sind nach rund fünf Jahren ausgewachsen, die großen Arten benötigen dafür teilweise bis zu 40 Jahre. Die “Hundertjährige Agave” hat ihren Namen sogar erhalten, da man früher dachte, diese Art würde erst nach rund 100 Jahre die erste Blüte bilden.  Erst dann sind Agaven blühfähig und können einen hohen, kandelaberartigen Blütenstand mit vielen langen, offenen, glockigen Blüten in weißer, gelber oder grünlicher Färbung bilden. Nach der Blüte bilden sich die Früchte, was bei Agaven zum Absterben der Rosette führt. Bis dahin hat die Agave jedoch mehrere Ableger (Kindel) gebildet, sodass sie indirekt nicht komplett abstirbt. Agaven finden ihren Ursprung in den subtropischen und tropischen Trockengebieten Amerikas und sind dort in Lebensräumen aller Art zu finden, von der Küste bis ins Gebirge. Die meisten Arten sind im mitteleuropäischen Klima nicht winterhart und werden daher in der Regel als Kübel- oder Zimmerpflanze gepflegt.

Der Ursprung der tatsächlich zur Familie der Spargelgewächse gehörenden Agave liegt in Wüsten und Halbwüsten im südlichen Nordamerika, Mittelamerika und auch in Teilen  von Südamerika. Erst nach der Entdeckung Amerikas wurden die Agaven auch in den Mittelmeerraum importiert, wonach sie sich dort wunderbar ausbreiten konnten. Aktuell zählt die Gattung Agave über 200 verschiedene Arten. Eine der Bekanntesten ist die Agave americana, die vor allem wegen ihrer massiven Ausmaße und auffälligen Blattfärbung so bekannt und beliebt ist: bis zu 3 Meter im Durchmesser sind möglich, der “Blütenstiel” übersteigt die 3 Meter sogar noch. Wegen der Größe sollte diese bis -10°C winterharte Agave eher im Freiland kultiviert werden. Für die Freilandkultur in Deutschland sind die kleineren Agaven wie Agave filifera oder Agave victoriae-reginae empfehlenswert.

Agave – Die richtige Pflege in Kurzform

Agaven überleben in Töpfen oder in den nassen Wintern der Südküste Englands sogar im Boden. Am anderen Ende der Welt kann man sehen, wie die Agave im südlichen Arizona und Texas kultiviert wird. Hier werden sie im Freien meist in Steingärten, in Kakteen- und Sukkulentengärten, in mediterranen Landschaften oder auch als Solitärpflanzen gepflegt. Die Agave benötigt volle Sonne und einen sehr durchlässigen, leicht sauren, sandigen oder kiesigen Boden. Als Zierpflanze wird sie auch in Containern kultiviert, wo sie jedoch viel kleiner bleibt als die im Freiland wachsenden Exemplare. Agave americana ist theoretisch bis -9° C frosthart, besonders wenn sie trocken ist. Starker Frost ist jedoch zu vermeiden. Im Winter sollten Agaven in einer kühlen, frostfreien Umgebung überwintern. Im Sommer können sie wunderbar auf dem Balkon oder der Terrasse stehen. Die Agave americana wächst im Sommer bei großzügigem Gießen ziemlich schnell, sollte aber vor dem nächsten Gießen gründlich abtrocknen können. In den Wintermonaten sollte man Agaven nur so viel gießen, dass die Blätter nicht schrumpfen. Sie eignen sich gut bei voller Sonne oder an einem leicht schattigen Standort.
Warnung: Agave americana kann sehr groß werden und ist mit nadelfeinen Stacheln bestückt. Der Saft ist ziemlich sauer und kann bei Hautkontakt sehr schmerzhaft sein und kleine Blasen bilden.

Boden

Vor dem Ein- oder Umtopfen der Agave sollte nach einem passenden Container oder Kübel geschaut werden, sofern es sich nicht um eine der winterharten Arten für das Freiland handelt. Wie bei allen Kakteen und Sukkulenten ist das Substrat beinahe der wichtigste Faktor. Lang anhaltende Staunässe endet meist mit dem Tod der Agave. Daher benötigen alle Agaven sehr durchlässige und mineralstoffhaltige Kakteenerde sowie eine Schicht von Blähton oder Kies am Boden; ein Abzugsloch ist natürlich Pflicht. Das herkömmliche Substrat aus Baumärkten und vielen Gartencentern hat meist einen zu hohen Anteil an Torf und sollte so früh wie möglich ausgetauscht werden. Agaven sollten regelmäßig in frisches Substrat und bei gesundem Wachstum auch in größere Container getopft werden. Dies sollte etwa alle drei Jahre geschehen.

Überwinterung

Der Großteil aller Agaven ist weder frost- noch winterhart. Einige wenige Arten dieser Gattung können jedoch auch in der mitteleuropäischen Klimazone ganzjährig im Freiland wachsen. Eine Überwinterung ist daher im Wintergarten, Gewächshaus, in der Wohnung oder auch im kühlen Treppenhaus oder Keller notwendig. Als Faustregel können die Agaven zwischen Mai und Oktober draußen stehen. In den ersten 2 Wochen nach der Winterruhe bitte auf direkte Sonnenstrahlen verzichten, da die Blätter sonst verbrennen können. Die optimale Temperatur zum Überwintern liegt bei 10-15°C. Während dieser Zeit ist auf jeglichen Dünger zu verzichten und auch das Gießen sollte weitestgehend eingestellt werden. Agaven benötigen nur dann einen kleinen Schluck Wasser,  wenn die Blätter leicht zu schrumpeln beginnen. Je wärmer die Temperatur im Winterquartier, desto häufiger muss gegossen werden. Im Freiland ausgepflanzte Agaven sollten sicherheitshalber im Winter zusätzlichen Witterungsschutz, z.B. durch Regendächer oder Vlies, erhalten.

Gießen

Als Wüstenbewohner sind Agaven sehr tolerant gegenüber Trockenheit, weshalb die Wassergaben möglichst sparsam sein sollten. Die Pflanzen erleiden bei zu viel Wasser schneller und vor allem tödliche Schäden als bei zu wenig Wasser. Wassermangel ist bei den meisten Sukkulenten an sich schrumpelnden Blättern zu erkennen. Dann reicht ein guter Schluck Wasser und die Agave sieht wenige Stunden später wieder fit aus. Während der Winterruhe ist das Gießen noch einmal stark zu reduzieren. Der Wurzelballen sollte hier nur nicht völlig austrocknen. Als Gießwasser ist bei den meisten Gattungen wegen des hohen Kalkgehalts im Leitungswasser das Regenwasser zu bevorzugen. Bei relativ kalkarmem Leitungswasser kann dieses natürlich auch problemlos verwendet werden. Da Agaven sehr trockene Luft vertragen, können sie je nach Größe auch gut in der Wohnung kultiviert werden.

Düngen

Zum Düngen von Agaven sollte während der Wachstumsperiode etwa alle 2 Wochen ein hochwertiger Sukkulenten-Dünger unter das Gießwasser gemischt werden.

Schnitt

Einige Sukkulenten haben einen strauchartigen Wuchs und sollten daher regelmäßig geschnitten werden (z.B. Crassula oder Kalanchoe). Bei rosettenbildenden Gattungen wie der Agave oder einigen Haworthia-Arten ist ein Schnitt jedoch nicht notwendig. Blätter oder Blütenstengel sollten daher nur entfernt werden, wenn sie abgestorben oder krank sind. Dazu bitte ein scharfes sauberes Messer verwenden, um die Schnittfläche möglichst keimfrei zu halten. Viele Agaven bilden einen harten Stachel an der Blattspitze, welcher bis tief unter die Haut dringen kann. Dieser Stachel kann jedoch ohne bleibende Schäden an der Agave entfernt werden, vor allem wenn sich Haustiere oder Kleinkinder im Haushalt befinden.

Schädlinge & Krankheiten

Agaven haben keine besonderen Anfälligkeiten für einzelne Krankheiten. Als langlebige und robuste Sukkulenten werden sie auch selten von Schädlingen befallen. Einer der wenigen Gründe für ein Absterben einer Agave ist wie bei anderen Sukkulenten auch die Wurzelfäulnis. Diese entsteht in der Regel bei zu intensivem Gießen und/oder einem kühlen Standort bei gleichzeitig feuchtem Substrat. Ein Anzeichen für ungeeignetes Substrat sind gelbe Blätter. Dann sollte die Agave in geeignetes Kakteensubstrat umgetopft werden.

Agave – Vermehrung

Die Vermehrung der Agave ist auch für Anfänger durch Ableger bzw. Kindel sehr einfach und meist erfolgreich. Nahezu jede Agaven-Art bildet regelmäßig Kindel. Auch kann die Agave über frische Samen im Frühjahr und Sommer vermehrt werden, wobei die hochwertiges Saatgut wegen der seltenen Blüten nur schwer zu beschaffen ist.  Die Ableger (auch Kindel genannt) beim Umtopfen vorsichtig abtrennen oder mit einem scharfen keimfreien Messer abschneiden und die Schnittfläche anschließend einige Tage trocknen lassen. Erst dann können die Agavenkindel in das vorbereitete Kakteensubstrat gesetzt werden. Diese wurzeln an einem warmen und hellen Standort nach einigen Wochen, wenn sie nicht zu viel Wasser erhalten. Kindel müssen jedoch nicht zwingend entfernt werden, wobei diese im Laufe der Zeit die Mutterpflanze verdrängen. Da die Mutterpflanze nach der Blüte in der Regel abstirbt, bleibt die Sukkulente somit immer erhalten.

Agave – Verwendungszwecke

Szenografie

Die immergrüne Agave ist markant und daher wunderbar geeignet, um im Garten oder auf der Terrasse als Solitärpflanze Akzente zu setzen.

Medizin

Der Saft diverser Agaven wird als Diuretikum und als Abführmittel verwendet. Außerdem hilft der Saft der Blätter hingegen sowohl gegen Blutergüsse als auch gegen innere Symptome wie Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfungen und Gelbsucht.

Tinktur

Ein Glas Saft kann vor dem Schlaf als entspannendes Stärkungsmittel helfen. Jedoch besteht wie bei jedem pflanzlichen Mittel das Risiko von allergischen Reaktionen, weshalb medizinische Verwendungen nicht ohne die Untersuchung eines Arztes durchgeführt werden sollten.

Nahrung

Der Stengel und die jungen Herzen der Agaven sind süß und können nach dem Rösten verzehrt werden. Samen werden zu Mehl gemahlen und zu Brot weiterverarbeitet. Auch können damit Suppen angedickt werden. Der bekannte Agavendicksaft wird aus verschiedenen Arten der Agave gewonnen.

Alkoholische Getränke

Im Herzen der Agave sammelt sich eine süße Flüssigkeit namens „agua miel“, das Honigwasser. Dies bildet sich jedoch nur, wenn der Blütenstiel noch vor der Blüte abgeschnitten wird. Aus diesem Honigwasser kann ein bierähnliches Getränk mit dem Namen „pulque“ hergestellt werden. Auch eines der beliebtesten alkoholischen Getränke wird aus den Agavenherzen (Agave tequilana) gewonnen, der Tequilla.

Fasern

In der mexikanischen und mittelamerikanischen Heimat werden die als Pita bekannten Fasern von den Blättern der Agave sisalana angebaut. Dort werden diese zur Herstellung von Seilen, Matten und anderen groben Stoffen verwendet. Für die Stickerei von Lederwaren können sie in einer als „piteado“ bezeichneten Verarbeitungstechnik genutzt werden.

Winterharte Agaven

So wie die meisten anderen Sukkulenten Gattungen sind auch Agaven in der Regel nicht winterhart. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, denn eine Hand voll Arten sind auch in den mitteleuropäischen Breitengraden winterfest. Problematisch ist weniger die Temperatur, sondern eher die Feuchtigkeit im Winter. Grundvoraussetzung für eine ganzjährige Pflege im Freien ist ein Regenschutz, z.B. durch ein Dach über der Terrasse. Eine sehr robuste und pflegeleichte Art ist die Agave americana. Weitere winterharte Agaven sind:

Agave utahensis

Sie gilt unter den Liebhabern als eine der kältetolerantesten Agaven, da sie deutlich nördlicher als die übrigen Arten der Gattung wächst. Am häufigsten ist sie in Nord-Arizona und Süd-Utah zu finden. Die etwa 30 cm hohen und recht breiten Rosetten bestehen aus vielen schmalen Blättern mit zahnähnlichen Dornen an den Rändern. Mittlerweile gibt es diverse Unterarten und Zuchtsorten der Agave utahensis, die sich vor allem in der Blattfarbe unterscheiden.

Agave utahensis

 

Agave schidigera

Die Agave filifera subs. schidigera ist eine kleine bis mittelgroße Sukkulente mit einer stammlose Rosetten von 60 bis 90 cm Durchmesser und 60 cm Höhe. Die Blätter sind gerade, symmetrisch und ähneln die der Agave filifera. Als Solitärpflanze wächst sie zudem stets aufrecht und recht langsam. Die bis zu 45 cm langen und 2.5 cm breiten Blätter sind meist dunkelgrün und haben zierliche weiße Fransen an den Blattkanten. Der bis zu 3,5 Meter hohe “Blütenstiel” schmückt sich an der Krone mit gelblich-violetten Blüten. Dabei ist es völlig zufällig, ob er sich jährlich oder auch nur alle 30 Jahre bildet. Wie bei vielen anderen Rosetten auch, kann die Mutterpflanze nach der Blüte auch absterben.

Agava schidigera
Agava schidigera

 

Agave lechuguilla

Diese Art ist in Mexiko und Texas sehr stark verbreitet, wo bis zu 30.000 Exemplare pro Hektar wachsen. Am liebsten mag sie felsige, kalkhaltige Wüstenn mit  Niederschlägen von maximal 500m im Jahr. Der gewöhnliche Name dieser Agave bedeutet übersetzt “kleiner Salat”. Sie bildet weit ausladende Rosetten und sieht nicht wie die typische Agave aus. Die Stacheln der gelbgrünen, steifen, bis zu 50 cm langen Blätter können Kleidung aus Stoff und Leder durchbohren. Die Blüten der Agave lechuguilla sind gelb oder rot und bilden aus der reifen 2,5 cm langen Frucht schnell und einfach keimende Samen aus.

Agave lechuguilla
Agave lechuguilla

 

Agave havardiana

Die Agave havadiana ist im westlichen Texas sowie im nordwestlichen Teil von Mexiko auf Höhen von 1200 bis 2000 Metern über dem Meeresspiegel heimisch. Dort leben sie auf felsigen und kalkhaltigen Hängen, die auch mit Gräsern bewachsen sind. Sie wachsen jedoch auch in Pinien- oder Eichenwäldern. A. havardiana ist mitelgroß, hat tiefliegende Rosetten mit kurzen, silbergrauen Blättern mit bis zu 60 cm Länge und erinnert optisch an die Agave parryi. Im Gegensatz zu anderen Agaven bildet die Havardiana keine großen Kolonien. Die gelben bis grünen Blüten erscheinen im Sommer und Frühherbst an einem über 7 Meter hohen Blütenstand und locken viele Vögel und Insekten an. Als Hybride wird sie mit der Agave lechuguilla zur Agave x glomeruliflora.

Agave parryi

In Arizona, Texas und Mexiko auf Höhenlagen bis zu 2800 Metern weit verbreitet ist die beliebte Agave parryi. Sie lebt an trockenen Felshängen, an äußeren Grasländern und Eichen- und Kiefernwäldern. Dort herrscht ein relativ kaltes Klima mit nächtlichen Temperaturen von häufig unter 0°C. Auch diese Agaven Art blüht nur ein einziges Mal im Leben, bildet dann Früchte und stirbt ab. Die von Kolibris und Insekten bestäubte Blüte erscheint jedoch erst im hohen Alter von etwa 25 Jahren. Diese Art wächst sehr langsam zu einer kompakten, mittelgroßen Agave und hat bis zu 160 graugrüne Blätter und strahlend gelbe Blüten an einem 4-6 Meter hohen Blütenstand. Blütezeit ist der Sommer.

Diese Arten sind bei Trockenheit bis zu -20°C winterhart. Daher noch einmal der Hinweis auf eine Abdeckung für die Agaven im Winter, um Regenschutz zu gewährleisten. Allerdings sollten diese Abdeckungen die Sukkulenten nicht einengen. Auch zu viel Nässe und Kälte von unten sollte durch ein Stück Styropor oder eine andere Erhöhung vermieden werden. Im Winter benötigen die Agaven generell keinen Dünger und auch kein Wasser. Da die meisten Agaven viele große Stacheln haben, solltest Du hier vor allem beim Umtopfen sehr vorsichtig sein. Der große Stachel an jedem Blattende kann besonders gefährlich sein. Diesen Stachel kannst du mit einem Weinkorken unschädlich machen, indem du ihn einfach aufspießt. Natürlich kannst du die Stacheln der Agave am Blattende auch abschneiden, jedoch bilden sich dann nicht hübsche Narben.

Beliebte Agave Arten im Detail

Agave americana  – Hundertjährige Agave

Diese mexikanische Art kennzeichnet eine große, grundständige Rosette aus harten, grauen, gezähnten und sehr spitz zulaufenden Blättern. Jede Rosette wird bis zu 2 m hoch und breit; sehr alte Exemplare können bisweilen eine Ausdehnung von über 9m2 erreichen. Im Alter von etwa 10 Jahren erscheinen unzählige gelbe Blüten an einem verzweigten, bis zu 6 Meter hohen Blütentrieb. Beliebte Sorten sind ‘Marginata’ mit gelbgerandeten Blättern und ‘Medioptica’ mit einem breiten, gelben Längsstreifen in der Blattmitte.

Höhe: 1,5 m
Breite: 3,7 m
Temperatur: mind. 0°C

Agave parryi

Die in den regenarmen Bergen Arizonas, New Mexikos und Nordmexikos heimische Art unterscheidet sich in der Blattform und -größe sowie einigen anderen Merkmalen von anderen Agaven. Sie bildet fast kugelförmige Rosetten aus, deren viele graue Blätter bis zu 40 cm lang und 15 cm breit werden. Die Blattränder sind normalerweise dicht mit – häufig gebogenen – Stacheln besetzt, manchmal aber auch fast unbewehrt. Der reichverzweigte Blütenstand wird bis zu 4,5 Meter und setzt sich aus zahlreichen gelben bis orangefarbenen Blüten zusammen. Agave parryi var. huachucensis hat größere, bis zu 60 cm lange und 20 cm breite Blätter, die an der Spitze am breitesten sind. Diese Varietät ist nur aus den Huachuca-Bergen im südlichen Arizona bekannt.
Höhe: 60 cm
Breite: 1,2 m
Temperatur: mind. 0°C

Agave victoria-reginae

Diese langsamwachsende mexikanische Sukkulente wird in Natur bis zu 60 cm hoch und breit. Die grundständige Rosette hat dichtstehende, schmale, kielförmige Blätter mit weißen Rändern und einer weißen Zeichnung. Der bis zu 3,5 m hohe Blütenstand entwickelt sich im Alter von etwa 20 Jahren und bringt helle, grüngelbe Blüten hervor. Die Art ist wenig anfällig gegen Krankheiten und verträgt leichten Frost, gedeiht jedoch in frostfreien Regionen besser. Die bisweilen als schönste Agave bezeichnete Art muss nach der Blüte neu ausgesät werden.
Höhe: 30 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. 2 °C

Agave pumila

Seit wenigen Jahren als Miniaturform in Kultur, wird diese langsam wachsende Art nur mäßig groß. Blüten sind noch nicht festgestellt worden.
Höhe: 38 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. 2 °C

Agave stricta

Diese mexikanische Art hat sehr schmale, harte Blätter. Die Rosetten älterer Pflanzen bilden häufig dichte Horste. Der unverzweigte, 2-3 m hohe Blütenstand bringt im Sommer rötliche Blüten hervor. Die Blätter sind an den Rändern fein gezähnt und enden in scharfen, stacheligen Spitzen, die unangenehme Verletzungen verursachen können. Diese kleine Art blüht einmal im Alter von 6-8 Jahren.
Höhe: 60 cm
Breite: 1,5 m
Temperatur: mind. 2 °C

Agave parviflora

Dem Rand des weißgebänderten, dunkelgrünen Blatts entspringen helle Fasern, die den Kontrast noch verstärken; ihnen verdankt die kleine Spezies ihre Beliebtheit als Topfpflanze. Nach sieben Jahren an 1,2-2 m hohem Blütenstand grüne Blüten, nach Bestäubung meist selbstbefruchtend.
Höhe: 15 cm
Breite: 23 cm
Temperatur: mind. 2 °C

Agave bracteosa

Die aus Nordostmexiko stammende Art hat grundständige Rosetten mit schmalen, gebogenen, bis zu 75 cm langen gelbgrünen Blättern, die in einer sehr feinen, weichen Spitze auslaufen. Bevor die schmale, unverzweigte Ähre mit hellgelben Blüten, die sich langsam von unten nach oben öffnen, erscheint, treiben meisten Sprösslinge aus.

Agave attenuata – Drachenbaumagave

Diese stachellose Art hat einen dicken, bis zu 1,5 m hohen Stamm, an dessen Spitze eine kompakte Rosette aus breiten, weichen, hellgrünen Blättern sitzt. Der oft gebogene Blütenstengel wird bis zu 3 m hoch und trägt dichtstehende, grünlichgelbe Blüten, die sich im Frühjahr und Sommer öffnen. Vom Hauptstamm zweigen oft weitere Stämme mit Blattrosetten ab. Die Sorte ‘Nerva’ hat blaugrüne Blätter.

Agave utahensis

Die kleine bis mittelgroße Pflanze ist eine der unempfindlichsten Spezies und trägt bestachelte, grau-, blau- oder dunkelgrüne Blätter. Gelbe Blüten entstehen nach 8-10 Jahren.
Höhe: 30 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. -5 °C

Agave celsii

Diese ostmexikanische Art bildet Rosetten aus dickfleischigen, grüngrauen, gezähnten Blättern, die in einen etwa 2,5 cm langen, braunen Stachel zulaufen. Die etwa 60 cm langen Blätter sind spatelförmig; die aus dichten, gelbgrünen bis purpurnen Blüten bestehende Ähre wird bis zu 2,5 m hoch. Die Rosette bildet, bevor sie blüht und abstirbt, grundständige Sprösslinge.

Agave ferox

Über 20 1-1,2 Meter lange glänzende dunkelgrüne Blätter bilden die Rosette dieser großen Agave. Die Blätter sind zum Schutz dicht mit 3,5 cm langen, gebogenen Seitenstacheln und bis zu 8 cm langen, endständigen Stacheln (ferox bedeutet “stark bewehrt” besetzt. Die bis zu 0 m hohen Blütenrispen setzen sich aus bi szu 8 cm langen, gelben Blüten zusammen.

Agave macroacantha

Macroacantha heißt “großstachelig”. Das bezieht sich auf die kräftigen, endständigen Stacheln der bis zu 30 cm langen, harten, graugrünen bis grauweißen Blätter, deren Ränder außerdem weit auseinanderde Zähne aufweisen. Der bis zu 2 m hohe Blütenstand dieser mexikanischen Agave trägt viele rötliche Blüten.

Agave neomexicana

Die aus New Mexiko (USA) stammende Art bildet eine kompakte Rosette aus sehr breiten, blaugrünen, etwa 40 cm langen Blättern, die an den hornigen Rändern mit hakenförmigen Zähnen und an der Spitze mit schwarzbraunen, 5 cm langen Stacheln bewehrt sind. Der verzweigte Blütenstand wird bis zu 4,5 m hoch; die Blüten sind dunkelgelb mit braunroter Schattierung. Der Name Agave neomexicana wird häufig auch als Synonym für Agave parryi benutzt.

Agave picta

Die große, aus Mexiko stammende Agave wird sehr häufig mit Agave americana verwechselt. Agave picta ist zumeist nur in panaschierter Form, als mit cremigweißen Randstreifen auf den Blättern erhältlich. Die dicken schwertförmigen Blätter werden bis zu 2 m lang und sind an den Rändern mit starken, oftmals hakenförmigen Stacheln besetzt. Der Blütenstengel gleicht dem der Agave americana, wird mit bis zu 10 m jedoch noch länger.

Agave potatorum

Der wissenschaftliche Name dieser zentralmexikanischen Art bedeutet soviel wie “Trinkeragave”, denn man kann, wie bei vielen anderen Agaven auch, aus ihrem Saft ein alkoholisches Getränk herstellen. Die Art bildet eine gleichmäßige Rosette mit vielen breiten, konkaven, stumpfen, blaugrünen Blättern, die 60-90 cm langen und etwa 20 cm breit werden. Die Blätter sind an den Rändern mit großen, gebogenen Stacheln besetzt und enden in einem langen Stachel. Die grüngelben Blüten an den dichtverzweigten, bis zu 4,5 m hohen Blütenständen öffnen sich im Sommer.

Agave striata

Diese kurzstämmige zentralmexikansiche Art besitzt zahlreiche harte und sehr schmale Blätter, bis zu 45 cm lang, leicht gebogen und auslaufend in eine Spitze mit langen, glattrandigen und scharfen Stacheln. Der bis zu 2,5 m lange, aufrechte Blütenstand setzt sich aus zahlreichen kleinen, grüngelben bis purpurfarbenen Blüten zusammen. ‘Nana’ ist eine zwergwüchsige Sorte mit kleinen, grauen Blättern.

Agave vilmoriniana

Diese nordwestmexikanische Art bildet eine einzelne Rosette auf kurzem Stamm. Die grünen, fleischigen, gefurchten Blätter werden bis zu 2 m lang und haben einen hornigen, gewellten, ungezähnten Rand sowie 2,5 cm lange Stachelspitzen. Der bis zu 4,5 m hohe Blütenstand bringt zahlreiche gelbe Blüten hervor. Nachdem diese abgefallen sind, erscheinen am Blütenstengel bisweilen Brutknospen, die abfallen und sich neu bewurzeln können.

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