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Agave – Allgemeine Informationen

Agaven sind sukkulente, stammlose Rosettenpflanzen mit einem Durchmesser von 15 cm bis zu 5 m. Der Gattung gehören heute 450 Arten an. Die Blätter der Agaven sind bestachelt und dickfleischig und haben bei Arten aus kühleren Regionen eine meist blaugrüne Farbe. In den warmen Klimazonen sind die Blätter eher zart graugrün gefärbt. Kleine Arten sind nach rund fünf Jahren ausgewachsen, die großen Arten benötigen dafür bis zu 40 Jahre. Erst dann sind Agaven blühfähig, sodass sie einen hohen, kandelaberartigen Blütenstand mit vielen langen, offenen, glockigen Blüten in weißer, gelber oder grünlicher Färbung bilden. Nach der Blüte bilden sich die Früchte, was zum Absterben der Rosette führt. Bis dahin hat die Agave jedoch mehrere Ableger gebildet, sodass sie nicht komplett abstirbt. Agaven finden ihren Ursprung in den subtropischen und tropischen Trockengebieten Amerikas und sind dort an Lebensräumen aller Art zu finden, von der Küste bis ins Gebirge.

Agave – Verwendungszwecke

Szenografie:
Diese markante immergrüne Gattung ist wunderbar geeignet, um im Garten oder auf der Terrasse als Solitärpflanze Akzente zu setzen.

Medizin:
Der Saft von Agave XY wird als Diuretikum und als Abführmittel verwendet. Der Saft der Blätter hingegen hilft sowohl gegen Blutergüsse als auch gegen innere Symptome wie Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfungen und Gelbsucht.

Tinktur:
Ein Glas Saft kann vor dem Schlafengehen als entspannendes Stärkungsmittel helfen, jedoch besteht wie bei jedem pflanzlichen Mittel das Risiko von allergischen Reaktionen, weshalb medizinische Verwendungen nicht ohne die Untersuchung eines Arztes durchgeführt werden sollten.

Nahrung:
Der Stengel und die jungen Herzen sind süß und können geröstet verzehrt werden. Samen werden zu Mehl gemahlen und zu Brot weiterverarbeitet. Auch können damit Suppen angedickt werden.

Alkoholische Getränke:
Im Herzen der Agave sammelt sich eine süße Flüssigkeit namens „agua miel“, das Honigwasser. Dies bildet sich jedoch nur, wenn die zuvor der Blütenstiel vor der Blüte abgeschnitten wird. Aus diesem Honigwasser kann ein bierähnliches Getränk mit dem Namen „pulque“ hergestellt werden.

Fasern:
Die als Pita bekannten Fasern stammen von den Blättern der Agave und lassen sich optimal zur Herstellung von Seilen, Matten und anderen groben Stoffen verwenden. Für die Stickerei von Lederwaren können sie in einer als „piteado“ bezeichneten Verarbeitungstechnik genutzt werden.

Agave – Die richtige Pflege

Exemplare überleben sogar in Töpfen oder im Boden in den nassen Wintern der Südküste Englands. Am anderen Ende kann man sehen, wie es im südlichen Arizona und Texas gepflanzt wird. Sie werden meist im Freien in Steingärten, in Kakteen- und Sukkulentengärten, in mediterranen Landschaften, in Grenzen oder als Solitär angebaut. Benötigt volle Sonne und einen sehr gut durchlässigen, leicht sauren, sandigen oder kiesigen Boden. Als Zierpflanze wird sie auch in Containern angebaut, wo sie viel kleiner bleibt als ihre Brüder im Freien. Agave americana ist theoretisch bis -9° C widerstandsfähig, besonders wenn sie trocken ist, und es ist am besten, starke Frosttemperaturen zu vermeiden. Im Winter in einer kühlen, frostfreien Umgebung lagern und im Sommer auf dem Balkon oder der Terrasse ausstellen. Die Agave americana wächst im Sommer ziemlich schnell, wenn sie mit reichlich Wasser versorgt wird, lässt sich aber vor dem erneuten Gießen gründlich trocknen. In den Wintermonaten sollte man nur so viel gießen, dass die Blätter nicht schrumpfen. Sie eignen sich gut bei voller Sonne oder in einem leicht schattigen Gebiet.
Warnung: Sie kann sehr groß werden, und sie ist mit nadelfeinen Stacheln bewaffnet. Der Saft ist ziemlich sauer und kann bei Hautkontakt sehr schmerzhaft sein. Es kann kleine Blasen bilden.

Agave – Vermehrung

Vermehrung durch Ableger oder Samen im Frühjahr und Sommer. Entferne die Basalsauger (falls vorhanden) und lasse die Stecklinge einige Tage trocknen, bevor du sie in den Kompost einsetzen.

Beliebte Agave Arten im Detail

Agave americana  – Hundertjährige Agave

Diese mexikanische Art kennzeichnet eine große, grundständige Rosette aus harten, grauen, gezähnten und sehr spitz zulaufenden Blättern. Jede Rosette wird bis zu 2 m hoch und breit; sehr alte Exemplare können bisweilen eine Ausdehnung von über 9m2 erreichen. Im Alter von etwa 10 Jahren erscheinen unzählige gelbe Blüten an einem verzweigten, bis zu 6 Meter hohen Blütentrieb. Beliebte Sorten sind ‚Marginata‘ mit gelbgerandeten Blättern und ‚Medioptica‘ mit einem breiten, gelben Längsstreifen in der Blattmitte.

Höhe: 1,5 m
Breite: 3,7 m
Temperatur: mind. 0°C

Agave parryi

Die in den regenarmen Bergen Arizonas, New Mexikos und Nordmexikos heimische Art unterscheidet sich in der Blattform und -größe sowie einigen anderen Merkmalen von anderen Agaven. Sie bildet fast kugelförmige Rosetten aus, deren viele graue Blätter bis zu 40 cm lang und 15 cm breit werden. Die Blattränder sind normalerweise dicht mit – häufig gebogenen – Stacheln besetzt, manchmal aber auch fast unbewehrt. Der reichverzweigte Blütenstand wird bis zu 4,5 Meter und setzt sich aus zahlreichen gelben bis orangefarbenen Blüten zusammen. Agave parryi var. huachucensis hat größere, bis zu 60 cm lange und 20 cm breite Blätter, die an der Spitze am breitesten sind. Diese Varietät ist nur aus den Huachuca-Bergen im südlichen Arizona bekannt.
Höhe: 60 cm
Breite: 1,2 m
Temperatur: mind. 0°C

Agave victoria-reginae

Diese langsamwachsende mexikanische Sukkulente wird in Natur bis zu 60 cm hoch und breit. Die grundständige Rosette hat dichtstehende, schmale, kielförmige Blätter mit weißen Rändern und einer weißen Zeichnung. Der bis zu 3,5 m hohe Blütenstand entwickelt sich im Alter von etwa 20 Jahren und bringt helle, grüngelbe Blüten hervor. Die Art ist wenig anfällig gegen Krankheiten und verträgt leichten Frost, gedeiht jedoch in frostfreien Regionen besser. Die bisweilen als schönste Agave bezeichnete Art muss nach der Blüte neu ausgesät werden.
Höhe: 30 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. 2 °C

Agave pumila

Seit wenigen Jahren als Miniaturform in Kultur, wird diese langsam wachsende Art nur mäßig groß. Blüten sind noch nicht festgestellt worden.
Höhe: 38 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. 2 °C

Agave stricta

Diese mexikanische Art hat sehr schmale, harte Blätter. Die Rosetten älterer Pflanzen bilden häufig dichte Horste. Der unverzweigte, 2-3 m hohe Blütenstand bringt im Sommer rötliche Blüten hervor. Die Blätter sind an den Rändern fein gezähnt und enden in scharfen, stacheligen Spitzen, die unangenehme Verletzungen verursachen können. Diese kleine Art blüht einmal im Alter von 6-8 Jahren.
Höhe: 60 cm
Breite: 1,5 m
Temperatur: mind. 2 °C

Agave parviflora

Dem Rand des weißgebänderten, dunkelgrünen Blatts entspringen helle Fasern, die den Kontrast noch verstärken; ihnen verdankt die kleine Spezies ihre Beliebtheit als Topfpflanze. Nach sieben Jahren an 1,2-2 m hohem Blütenstand grüne Blüten, nach Bestäubung meist selbstbefruchtend.
Höhe: 15 cm
Breite: 23 cm
Temperatur: mind. 2 °C

Agave bracteosa

Die aus Nordostmexiko stammende Art hat grundständige Rosetten mit schmalen, gebogenen, bis zu 75 cm langen gelbgrünen Blättern, die in einer sehr feinen, weichen Spitze auslaufen. Bevor die schmale, unverzweigte Ähre mit hellgelben Blüten, die sich langsam von unten nach oben öffnen, erscheint, treiben meisten Sprösslinge aus.

Agave attenuata – Drachenbaumagave

Diese stachellose Art hat einen dicken, bis zu 1,5 m hohen Stamm, an dessen Spitze eine kompakte Rosette aus breiten, weichen, hellgrünen Blättern sitzt. Der oft gebogene Blütenstengel wird bis zu 3 m hoch und trägt dichtstehende, grünlichgelbe Blüten, die sich im Frühjahr und Sommer öffnen. Vom Hauptstamm zweigen oft weitere Stämme mit Blattrosetten ab. Die Sorte ‚Nerva‘ hat blaugrüne Blätter.

Agave utahensis

Die kleine bis mittelgroße Pflanze ist eine der unempfindlichsten Spezies und trägt bestachelte, grau-, blau- oder dunkelgrüne Blätter. Gelbe Blüten entstehen nach 8-10 Jahren.
Höhe: 30 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. -5 °C

Agave celsii

Diese ostmexikanische Art bildet Rosetten aus dickfleischigen, grüngrauen, gezähnten Blättern, die in einen etwa 2,5 cm langen, braunen Stachel zulaufen. Die etwa 60 cm langen Blätter sind spatelförmig; die aus dichten, gelbgrünen bis purpurnen Blüten bestehende Ähre wird bis zu 2,5 m hoch. Die Rosette bildet, bevor sie blüht und abstirbt, grundständige Sprösslinge.

Agave ferox

Über 20 1-1,2 Meter lange glänzende dunkelgrüne Blätter bilden die Rosette dieser großen Agave. Die Blätter sind zum Schutz dicht mit 3,5 cm langen, gebogenen Seitenstacheln und bis zu 8 cm langen, endständigen Stacheln (ferox bedeutet „stark bewehrt“ besetzt. Die bis zu 0 m hohen Blütenrispen setzen sich aus bi szu 8 cm langen, gelben Blüten zusammen.

Agave macroacantha

Macroacantha heißt „großstachelig“. Das bezieht sich auf die kräftigen, endständigen Stacheln der bis zu 30 cm langen, harten, graugrünen bis grauweißen Blätter, deren Ränder außerdem weit auseinanderde Zähne aufweisen. Der bis zu 2 m hohe Blütenstand dieser mexikanischen Agave trägt viele rötliche Blüten.

Agave neomexicana

Die aus New Mexiko (USA) stammende Art bildet eine kompakte Rosette aus sehr breiten, blaugrünen, etwa 40 cm langen Blättern, die an den hornigen Rändern mit hakenförmigen Zähnen und an der Spitze mit schwarzbraunen, 5 cm langen Stacheln bewehrt sind. Der verzweigte Blütenstand wird bis zu 4,5 m hoch; die Blüten sind dunkelgelb mit braunroter Schattierung. Der Name Agave neomexicana wird häufig auch als Synonym für Agave parryi benutzt.

Agave picta

Die große, aus Mexiko stammende Agave wird sehr häufig mit Agave americana verwechselt. Agave picta ist zumeist nur in panaschierter Form, als mit cremigweißen Randstreifen auf den Blättern erhältlich. Die dicken schwertförmigen Blätter werden bis zu 2 m lang und sind an den Rändern mit starken, oftmals hakenförmigen Stacheln besetzt. Der Blütenstengel gleicht dem der Agave americana, wird mit bis zu 10 m jedoch noch länger.

Agave potatorum

Der wissenschaftliche Name dieser zentralmexikanischen Art bedeutet soviel wie „Trinkeragave“, denn man kann, wie bei vielen anderen Agaven auch, aus ihrem Saft ein alkoholisches Getränk herstellen. Die Art bildet eine gleichmäßige Rosette mit vielen breiten, konkaven, stumpfen, blaugrünen Blättern, die 60-90 cm langen und etwa 20 cm breit werden. Die Blätter sind an den Rändern mit großen, gebogenen Stacheln besetzt und enden in einem langen Stachel. Die grüngelben Blüten an den dichtverzweigten, bis zu 4,5 m hohen Blütenständen öffnen sich im Sommer.

Agave striata

Diese kurzstämmige zentralmexikansiche Art besitzt zahlreiche harte und sehr schmale Blätter, bis zu 45 cm lang, leicht gebogen und auslaufend in eine Spitze mit langen, glattrandigen und scharfen Stacheln. Der bis zu 2,5 m lange, aufrechte Blütenstand setzt sich aus zahlreichen kleinen, grüngelben bis purpurfarbenen Blüten zusammen. ‚Nana‘ ist eine zwergwüchsige Sorte mit kleinen, grauen Blättern.

Agave vilmoriniana

Diese nordwestmexikanische Art bildet eine einzelne Rosette auf kurzem Stamm. Die grünen, fleischigen, gefurchten Blätter werden bis zu 2 m lang und haben einen hornigen, gewellten, ungezähnten Rand sowie 2,5 cm lange Stachelspitzen. Der bis zu 4,5 m hohe Blütenstand bringt zahlreiche gelbe Blüten hervor. Nachdem diese abgefallen sind, erscheinen am Blütenstengel bisweilen Brutknospen, die abfallen und sich neu bewurzeln können.

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