Carpobrotus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Carpobrotus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Carpobrotus

Carpobrotus ist eine robuste sukkulente Gattung mit langen kriechenden Trieben, dicken dreikantigen Blättern und großen leuchtenden Blüten. Viele Arten eignen sich hervorragend für sonnige, trockene Standorte, Kübel und steinige Beete.
  • Botanischer Name: Carpobrotus
  • Trivialname: Hottentottenfeige
  • Gattung: Carpobrotus
  • Familie: Aizoaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Die Gattung stammt vor allem aus Südafrika, einzelne Arten kommen auch in Australien und auf Inseln des Pazifiks vor.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Steingarten, Felsengarten, Freiland, Hängeampel, Bodenbedecker
  • Arten: Die Gattung umfasst mehrere kriechende sukkulente Arten mit großen Blüten und fleischigen Früchten.
  • Preis: Viele Arten sind günstig erhältlich und wachsen rasch zu größeren Polstern heran.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Carpobrotus aus?

Carpobrotus – Botanische Detailillustration
Carpobrotus – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind groß, strahlenförmig und je nach Art gelb, pink, purpur oder mehrfarbig. Sie öffnen sich meist bei Sonne und sind ein markanter Zierwert der Gattung.

  • Blütenfarben: Gelb, Pink, Violett, Mehrfarbig
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Hängend, Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Schnell
  • Höhe: 20 cm – Die Triebe bleiben meist niedrig und erreichen oft nur 10 bis 20 cm Höhe.
  • Durchmesser: 100 cm – Einzelne Pflanzen können sich schnell auf 50 bis 100 cm oder deutlich mehr ausbreiten.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Carpobrotus-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand

Carpobrotus braucht volle Sonne, sehr durchlässige Erde und eher sparsame Wassergaben. Die Pflanze verträgt Trockenheit gut und wächst schnell. Im Winter möglichst trocken und hell halten.

Die Carpobrotus-Pflege im Detail

Carpobrotus mag sonnige, warme Standorte und ein stark drainiertes mineralisches oder sandiges Substrat. Gegossen wird mäßig und eher zurückhaltend, da die fleischigen Blätter Wasser speichern. Gedüngt wird nur sparsam in der Wachstumszeit. Im Freien ist Schutz vor winterlicher Dauernässe entscheidend. Viele Arten eignen sich hervorragend für flache Schalen, Steingärten oder sonnige Hanglagen.

Vermehrung von Carpobrotus

Carpobrotus lässt sich sehr leicht durch Stecklinge vermehren. Triebstücke bewurzeln oft schon nach kurzer Antrocknung in sandigem oder mineralischem Substrat. Auch Aussaat ist möglich, wird aber im Hobbybereich seltener genutzt. Wegen des schnellen Wachstums können junge Pflanzen rasch größere Flächen oder Schalen füllen.

Carpobrotus – Botanische Illustration der Vermehrung
Carpobrotus – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Viel Nein Hell und eher trocken Vor Dauernässe schützen
Feb Wenig Nein Nein Viel Nein Hell und eher trocken Frost nur begrenzt
Mär Wenig Wenig Ja Viel Wenig Hell Stecklinge leicht möglich
Apr Mäßig Wenig Ja Viel Ja Hell Wuchs kontrollieren
Mai Mäßig Mäßig Ja Viel Ja Warm und sonnig Reich blühend
Jun Mäßig Mäßig Nein Viel Ja Warm und sonnig Trockenphasen verträglich
Jul Mäßig Wenig Nein Viel Ja Warm und sonnig Ideal für Schalen
Aug Mäßig Wenig Nein Viel Ja Warm und sonnig Nicht vernässen
Sep Wenig Nein Ja Viel Ja Hell Schnitt möglich
Okt Wenig Nein Nein Viel Wenig Hell Gießen senken
Nov Wenig Nein Nein Viel Nein Hell und eher trocken Sehr hell halten
Dez Wenig Nein Nein Viel Nein Hell und eher trocken Trocken überwintern

Meine Erfahrungen mit Carpobrotus

Carpobrotus ist fast schon frech robust, solange der Standort sonnig und das Substrat durchlässig ist. Die Gattung wächst schnell, bewurzelt leicht und verzeiht Trockenheit gut. Der häufigste Kulturfehler ist nicht zu wenig Wasser, sondern zu schwere Erde und winterliche Nässe. Dann wird aus der Hottentottenfeige schnell eine Matschbiologie.

Beliebte Arten von Carpobrotus

Carpobrotus edulis

Ist die bekannteste Art mit kräftigem Wuchs und gelben Blüten.

Carpobrotus acinaciformis

Zeigt große purpurfarbene Blüten und starke Bodendeckung.

Carpobrotus deliciosus

Ist beliebt wegen der attraktiven Blüten und des dichten Wuchses.

Carpobrotus rossii

Wird häufig in Küstenlagen und sonnigen Pflanzungen genutzt.

Carpobrotus – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Triebe an der Basis Dauerhafte Nässe oder schwere Erde In stark drainiertes Substrat setzen und trockener halten Wenig Blüten

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Carpobrotus

Häufige Fragen

Ist Carpobrotus winterhart

Einige Arten vertragen leichte Kühle, aber Nässe im Winter ist meist das größere Problem.

Wie schnell wächst Carpobrotus

Viele Arten wachsen sehr schnell und bilden lange Triebe.

Kann Carpobrotus in den Garten

Ja, an sehr sonnigen, trockenen und gut drainierten Stellen.

Wie vermehrt man Carpobrotus

Am einfachsten über Stecklinge.

Warum blüht Carpobrotus nicht

Fast immer wegen zu wenig Sonne.