Caralluma – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Caralluma – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Caralluma

Caralluma ist eine Gattung sukkulenter stapeliadischer Pflanzen mit kantigen Trieben und oft bizarren sternförmigen Blüten. Sie liebt Wärme, Licht und ein sehr luftiges Substrat, reagiert aber empfindlich auf Staunässe.
  • Botanischer Name: Caralluma
  • Trivialname: Aasblume
  • Gattung: Caralluma
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Die Gattung ist in trockenen bis halbtrockenen Regionen Afrikas, der Arabischen Halbinsel und Teilen Südasiens verbreitet.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Die Gattung umfasst sukkulente stapeliadische Arten aus Afrika, Arabien und Teilen Asiens.
  • Preis: Häufige Arten sind moderat bepreist, seltene Sammlerformen können deutlich teurer sein.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Caralluma aus?

Caralluma – Botanische Detailillustration
Caralluma – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind meist sternförmig, fleischig und je nach Art purpur, braun, gelblich oder mehrfarbig. Viele Arten besitzen einen auffälligen Geruch zur Anlockung von Bestäubern.

  • Blütenfarben: Gelb, Rot, Braun, Violett, Mehrfarbig, Gestreift
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Strauch
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 25 cm – Viele Caralluma Arten bleiben relativ kompakt und erreichen oft etwa 10 bis 25 cm Höhe.
  • Durchmesser: 30 cm – Je nach Art und Alter bilden die Triebgruppen häufig Polster mit etwa 15 bis 30 cm Durchmesser.

Die Caralluma-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Vermehrung: Stecklinge, Aussaat
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein

Caralluma braucht viel Licht, Wärme und ein sehr luftiges Substrat. Gieße in der Wachstumszeit durchdringend, dann wieder vollständig abtrocknen lassen. Im Winter deutlich trockener halten.

Die Caralluma-Pflege im Detail

Caralluma gedeiht am besten an einem sehr hellen Platz mit direkter Sonne oder wenigstens viel Licht. Das Substrat sollte stark mineralisch und extrem durchlässig sein. Gegossen wird nur in der warmen Wachstumsphase, danach muss der Wurzelballen wieder gut abtrocknen. Im Winter bleibt die Pflanze warm, hell und eher trocken. Gedüngt wird nur sparsam, da übermäßige Nährstoffgaben weiches, empfindliches Wachstum fördern.

Vermehrung von Caralluma

Caralluma lässt sich gut über Stecklinge vermehren. Abgenommene Triebe sollten einige Tage antrocknen, bevor sie in sehr lockeres, fast trockenes Substrat gesteckt werden. Aussaat ist ebenfalls möglich, verlangt aber sauberes Arbeiten und gleichmäßige Wärme. Jungpflanzen wachsen anfangs schneller, wenn sie hell, warm und luftig gehalten werden.

Caralluma – Botanische Illustration der Vermehrung
Caralluma – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Hell und trocken Kühl nicht nass
Feb Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Hell und trocken Sehr wenig Wasser
Mär Wenig Nein Ja Viel Nein Hell Austrieb abwarten
Apr Wenig Wenig Ja Viel Wenig Hell Luftig halten
Mai Mäßig Wenig Nein Viel Ja Warm und luftig Blütenknospen beobachten
Jun Mäßig Mäßig Nein Viel Ja Warm und luftig Nur sparsam düngen
Jul Mäßig Mäßig Nein Viel Ja Warm und luftig Nicht im Regen
Aug Mäßig Wenig Nein Viel Ja Warm und luftig Auf Fäulnis achten
Sep Wenig Wenig Ja Viel Ja Hell Stecklinge möglich
Okt Wenig Nein Nein Viel Wenig Hell Gießen senken
Nov Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Hell und trocken Warm halten
Dez Sehr wenig Nein Nein Viel Nein Hell und trocken Sehr hell überwintern

Meine Erfahrungen mit Caralluma

Caralluma sieht robust aus, ist aber am Wurzelhals oft empfindlicher als vermutet. Die Gattung profitiert stark von Luftbewegung, Wärme und einem Topf, der nach dem Gießen schnell wieder abtrocknet. Viele Arten wachsen zuverlässig, solange man ihnen nicht mit dauerfeuchter Erde den botanischen Todesstoß verpasst.

Beliebte Arten von Caralluma

Caralluma adscendens

Ist eine bekannte Art mit typischen kantigen Trieben und sternförmigen Blüten.

Caralluma fimbriata

Wird oft genannt und ist auch außerhalb von Sammlungen bekannt.

Caralluma europaea

Ist eine mediterran bekannte stapeliadische Art.

Caralluma acutangula

Zeigt markante Triebe und auffällige Blütenformen.

Caralluma – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Schwarze weiche Triebe Fäulnis durch zu viel Nässe Sofort trocken halten und gesunde Triebe neu bewurzeln Keine Blüte

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Caralluma

Häufige Fragen

Ist Caralluma eine echte Sukkulente

Ja, die Gattung besteht aus klar sukkulenten Arten mit wasserspeichernden Trieben.

Warum riechen manche Blüten unangenehm

Der Geruch dient der Anlockung bestimmter Bestäuber.

Wie oft gießt man Caralluma

Nur während aktiven Wachstums und immer mit deutlicher Trockenphase dazwischen.

Kann Caralluma am Südfenster stehen

Ja, mit langsamer Gewöhnung ist ein sehr heller Platz ideal.

Wie vermehrt man Caralluma

Am einfachsten über Stecklinge.